Am 12. Juni hat die nationale Infrastrukturbehörde (ANI) nach der vorzeitigen Beendigung des Konzessionsvertrags den 106 Kilometer langen Straßenkorridor in Cundinamarca zurückgenommen.
Die ANI übertrug die Verwaltung, Instandhaltung und den Betrieb der Perimetral del Oriente de Cundinamarca an das Invías, das Gouvernement von Cundinamarca und die Gemeinde La Calera. Dieser Schritt folgte auf den Schiedsspruch eines internationalen Schiedsgerichts, das den Konzessionsvertrag Nr. 002 von 2014 für beendet erklärte und den kolumbianischen Staat zur Zahlung einer Entschädigung in Höhe von 305 Millionen US-Dollar verpflichtete.
Der Konzessionär Perimetral Oriental de Bogotá S.A.S., bestehend aus Shikun & Binui und InfraRed Capital Partners, hatte den Vertrag im Juli 2014 unterzeichnet. Das Projekt war aufgrund von in den ursprünglichen Studien nicht berücksichtigten Gewässern sowie technischen Problemen auf den Abschnitten La Calera-Choachí und Choachí-Cáqueza in Verzug geraten.
ANI-Präsident Óscar Torres erklärte, dass die Rückabwicklung die formelle Übergabe der Korridore an die zuständigen Stellen ermögliche. Der geschäftsführende Vizepräsident Roberto Uparela stellte klar, dass der Ausstieg des privaten Konzessionärs nicht bedeute, dass die Straße sich selbst überlassen bleibe.