Das kenianische Kabinett hat die Direktion für Kriminalpolizeiliche Ermittlungen (DCI) angewiesen, mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in Höhe von insgesamt 6,2 Milliarden KSh bei der staatlichen Gehaltsabrechnung zu untersuchen. Die Anordnung erging während einer von Präsident William Ruto am 30. Juni geleiteten Sitzung.
Die Richtlinie zielt auf die Manipulation von Gehaltsabrechnungssystemen, unbefugte Datenänderungen und unregelmäßige Zahlungen in Ministerien, Abteilungen, Behörden und staatlichen Unternehmen ab. Eine Stichprobenprüfung von 12 der 53 staatlichen Abteilungen deckte mutmaßliche Unregelmäßigkeiten in Höhe von 6,2 Milliarden KSh auf, einschließlich schwacher Kontrollen bei gesetzlichen Abzügen.
Die Kabinettsmitteilung wies die DCI an, die Personalnummern bei der Gehaltsabrechnung zu verifizieren, kriminelle Netzwerke zu zerschlagen, verlorene öffentliche Gelder zurückzufordern und die Verantwortlichen festzunehmen. Zudem wurde eine unverzügliche strafrechtliche Verfolgung gemäß dem Gesetz gefordert.
Parallel dazu ordnete das Kabinett eine landesweite Prüfung der verbleibenden Institutionen sowie die Migration aller staatlichen Einrichtungen auf das überarbeitete integrierte Personal- und Gehaltsabrechnungssystem an, um die Aufsicht zu stärken.