Ökonomen fordern Obergrenze beim Ehegattensplitting

Führende Wirtschaftsforschende haben in einem offenen Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Vizekanzler Lars Klingbeil eine Reform des Ehegattensplittings vorgeschlagen.

Die Initiatorinnen und Initiatoren, darunter Monika Schnitzer und Nicola Fuchs-Schündeln, wollen den steuerlichen Vorteil auf 13.805 Euro deckeln. Die Mehreinnahmen sollen über höhere Kinderfreibeträge und Kindergeld an Familien zurückfließen.

Der Vorschlag zielt darauf ab, zusätzliche Erwerbsarbeit finanziell attraktiver zu machen. Paare mit Kindern würden im Schnitt 585 Euro pro Jahr entlastet, Alleinerziehende 417 Euro.

Kinderlose Paare mit ungleichen Einkommen müssten dagegen durchschnittlich 316 Euro mehr Steuern zahlen. Ähnliche Überlegungen hatte das Finanzministerium bereits Anfang April vorgelegt.

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