Äthiopien konnte die Forderungen zweier ausländischer Unternehmen vor dem Investitionsschiedsgericht der Weltbank erfolgreich reduzieren. Das Justizministerium erklärte, das Land habe sich mit ausreichenden Beweisen verteidigt. Die Entscheidungen wurden von drei Schiedsrichtern einstimmig getroffen.
Addis Abeba, 8. April 2026 – Das äthiopische Justizministerium gab bekannt, dass das Land eine Forderung in Höhe von 500 Millionen US-Dollar des Unternehmens Akgun Makina Sanayi Ve Ticaret erfolgreich reduzieren konnte. Das Unternehmen, das in die Trinkwasserversorgung aus Quellen in Addis Abeba involviert war, verlor seine Investitionslizenz, da es keine Umweltverträglichkeitsprüfung für Staudamm- und Bewässerungsprojekte vorgelegt hatte. Das zweite Unternehmen, die African Asset Finance Company Holding, auch bekannt als Ethio Lease und in den Niederlanden registriert, forderte über 400 Millionen US-Dollar Entschädigung. In einer Anhörung in Den Haag ordneten drei Schiedsrichter einstimmig an, dass die Kläger 65 Prozent der festgelegten Schiedskosten an Äthiopien zahlen müssen, nachdem der zugesprochene Betrag reduziert wurde. Das Ministerium betonte die gestärkte internationale Schiedsfähigkeit Äthiopiens durch Reformen. Es zeigte sich gegenüber der Öffentlichkeit, den Institutionen und den betroffenen Experten zufrieden und merkte an, dass der Erfolg die Umweltschutzgesetze und die staatliche Rechenschaftspflicht stärke.