Fomento Económico Mexicano (Femsa) hat im Rahmen von abteilungsübergreifenden Kürzungen Hunderte von Mitarbeitern seiner Fintech-Einheit Spin by Oxxo entlassen. Der Schritt zielt darauf ab, die Ausgaben unter neuer Führung anzupassen. Spin hat es nicht geschafft, den Verkehr in den Oxxo-Läden anzukurbeln, obwohl es Kunden gewonnen hat.
Femsa, eine der größten Einzelhandelsketten Mexikos, hat Hunderte von Stellen bei Spin by Oxxo gestrichen, seiner digitalen Finanzdienstleistungsplattform, die in den Oxxo-Filialen zugänglich ist. Quellen sagen, dass diese Entlassungen Teil von etwa 1.300 in Abteilungen wie dem Einzelhandel und der Abfüllung von Coca-Cola Femsa sind, die der neue CEO José Antonio Fernández Garza-Lagüera seit November letzten Jahres zur Kostenkontrolle durchführt. Bei Spin wurden nach Schätzungen von Miranda Partners und Insidern ab dem 19. Februar rund 250 Mitarbeiter per E-Mail und Slack-Chat über die Entlassungen informiert. Femsa nannte keine spezifischen Zahlen für Spin, betonte aber, dass es mit 263.000 Beschäftigten der größte private Arbeitgeber Mexikos ist, was einem Anstieg von 9 % gegenüber 2021 entspricht, und dass die Kürzungen hauptsächlich Supportfunktionen betreffen, was eine "natürliche Entwicklung" im Sinne der Agilität darstellt. Das Unternehmen strebt eine engere Integration zwischen dem physischen Wachstum von Oxxo und den digitalen Fähigkeiten von Spin an, um das Kundenerlebnis zu verbessern. Spin wurde 2021 gegründet und innerhalb von drei Jahren fünfmal umstrukturiert. Das Unternehmen bietet eine digitale Geldbörse, eine App, eine Visa-Karte und das Treueprogramm Spin Premia. Das Unternehmen meldete 16 Millionen Nutzer (65 % aktiv) und 63,1 Millionen Teilnehmer an Spin Premia (44 % aktiv), konnte aber die Besucherzahlen in den Geschäften nicht steigern, die im vierten Quartal 2025 um 0,6 % zurückgingen. Fernández Garza-Lagüera nannte es ein "phänomenales Fintech", das jedoch hinter den Erwartungen zurückblieb. Sein Umfang wurde reduziert, die Verfolgung der Banklizenz pausiert und es wurde in die Unternehmensstruktur eingegliedert. Analysten wie Gilberto García von Miranda Partners verweisen auf das Fehlen eines überzeugenden Wertangebots in einem Wettbewerbsmarkt mit MercadoLibre, Nu Holdings und Revolut sowie auf hohe regulatorische Kosten. Femsa zielt auf die informelle Wirtschaft ab, die den traditionellen Banken gegenüber misstrauisch ist.