Die Finanz- und Planungsministerien veröffentlichten am Donnerstag (11.) eine gemeinsame Mitteilung, in der sie die jährlichen Auswirkungen von neun im Kongress diskutierten Gesetzesentwürfen auf 111 Milliarden R$ schätzen. Die höchsten Kosten entstünden durch die Anhebung der Obergrenze des Simples Nacional und die Neuverhandlung von Agrarschulden.
Die Mitteilung listet Maßnahmen wie die Neuverhandlung von Agrarschulden auf, deren Kosten über 13 Jahre auf 140 Milliarden R$ geschätzt werden, sowie den Gesetzentwurf zur Anhebung der Obergrenze des Simples Nacional, der einen jährlichen Einnahmeverlust von 50 Milliarden R$ bedeutet. Weitere Punkte umfassen die Ausweitung des kommunalen Beteiligungsfonds und die Steuerbefreiung für religiöse Einrichtungen, mit jährlichen Kosten von jeweils 10 Milliarden R$.
Der Text erwähnt zudem Vorschläge für Leistungen an gemeinnützige Organisationen, die Regularisierung von Steuerschulden, Mindestlöhne für Ärzte und Zahnärzte, eine differenzierte Altersvorsorge für Gesundheitsfachkräfte sowie die Mittelbindung an das einheitliche System der sozialen Unterstützung (SUAS). Die Regierung erklärte, sie erwäge, einige der Verabschiedungen vor dem Obersten Bundesgericht (STF) anzufechten.
Die parlamentarische Front für Landwirtschaft kritisierte die Schätzungen der Regierung zu den Agrarschulden. Finanzstaatssekretär Dario Durigan hatte sich mit Senatspräsident Davi Alcolumbre getroffen, um zu versuchen, die Projekte einzudämmen.