Der Buckelwal, genannt Timmy oder Hope, ist nach Wochen in der Ostsee in die Nordsee zurückgekehrt. Nach mehreren Strandungen und einer dramatischen Rettungsaktion schwimmt das Tier nun frei. Sein Schicksal hat die Öffentlichkeit stark bewegt.
Anfang März tauchte der Buckelwal erstmals in der Ostsee auf und strandete nahe Timmendorfer Strand. Forscherin Stephanie Gross beschrieb die Situation als Stress für das Tier: »Der Wal, für den ist das hier natürlich eine Stresssituation. Seit drei Tagen ist er hier im Flachwasserbereich. Der ernährt sich im Moment gar nicht.«
Es folgten mehrere weitere Strandungen, zuletzt vor der Insel Poel. Zunächst urteilte ein Gutachten, dem Tier sei nicht mehr zu helfen, und Umweltminister Till Backhaus von Mecklenburg-Vorpommern wollte es seinem Schicksal überlassen. Durch öffentlichen Druck erlaubte er jedoch eine privat finanzierte Rettungsaktion.
Die Operation wurde zu einem Medienspektakel mit Reporter aus aller Welt und Livestreams für Zehntausende Zuschauer. Zuschauerin Susanne Somma berichtete: »Wir haben Tausende E-Mails geschrieben, wir haben versucht, in die Wege zu leiten, was ging.« Minister Backhaus verbrachte viel Zeit vor Ort und sagte: »Ich habe dem Wal ins Auge geblickt.« Online gab es Anfeindungen und Morddrohungen gegen Experten.
Am Ende schwamm der Wal in eine Barge, die per Schlepper in die Nordsee gebracht wurde. Am Samstagmorgen pustete er eine Fontäne und tauchte ab. Ob er Anschluss an eine Herde findet, bleibt ungewiss.