EFF-Parteichef Julius Malema wandte sich vor dem Amtsgericht von East London an seine Anhänger und erklärte, dass man ihn zwar einsperren könne, seine Ideen für wirtschaftliche Freiheit jedoch fortbestehen würden. Der erste Tag der Anhörung zum Strafmaß wegen eines Schusswaffenvorfalls aus dem Jahr 2018 ging zu Ende; das Urteil wird für den 16. April 2026 erwartet. Die Staatsanwaltschaft fordert eine 15-jährige Haftstrafe.
Julius Malema, Vorsitzender der Economic Freedom Fighters (EFF), sprach nach dem ersten Tag seines Strafmaßverfahrens am Amtsgericht von East London zu Unterstützern in KuGompo City (ehemals East London). Er beschrieb die Bemühungen, ihn inhaftieren zu lassen, als einen Versuch des „Kapitals“, radikale Stimmen zum Schweigen zu bringen. „Sie können mich einsperren, aber sie werden niemals meine Ideen einsperren. Sie werden die Idee der wirtschaftlichen Freiheit in unserer Lebenszeit niemals unterdrücken“, sagte Malema vor der Menge.
Der Fall geht auf EFF-Feierlichkeiten im Jahr 2018 im Sisa Dukashe Stadium in Mdantsane zurück, bei denen Malema wegen unerlaubten Waffen- und Munitionsbesitzes, Abfeuerns einer Schusswaffe in einem bebauten Gebiet sowie fahrlässiger Gefährdung verurteilt wurde. Staatsanwalt Joel Caesar forderte eine 15-jährige Haftstrafe und verwies auf Vorsatz, das Abfeuern von 22 scharfen Schüssen inmitten von 20.000 Menschen, Malemas Rolle als Führungspersönlichkeit und mangelnde Reue.
Verteidiger Tembeka Ngcukaitobi SC entgegnete, dass die Staatsanwaltschaft die Beweise falsch ausgelegt habe, und argumentierte, die Verurteilung beziehe sich auf eine einzige Kugel aus einer einzigen Waffe, nicht auf zwei oder 22 Schuss. Er hob die vorzeitige Rückgabe der Waffe eines Mitangeklagten als Beweis dafür hervor, dass die Staatsanwaltschaft das Delikt nicht als schwerwiegend eingestuft habe.
EFF-Anhänger versammelten sich, skandierten Parolen und tauchten die Straßen in Rot. Der EFF-Abgeordnete Sihle Lonzi bemerkte, dass Richterin Twanet Olivier genervt gewirkt habe, als AfriForum erwähnt wurde. Der Rechtsexperte Kabelo Seabi mahnte ein faires Strafmaß an.