Die Princeton University Press hat „Troubled Lands“ herausgebracht, eine Sammlung von Kurzgeschichten aus Mexiko und Kuba, die Langston Hughes während seines Aufenthalts in Mexiko-Stadt 1934-1935 übersetzte. Die von Ricardo Wilson II herausgegebene Anthologie präsentiert die Werke erstmals so, wie Hughes sie ursprünglich konzipiert hatte. Die Geschichten schildern das Mexiko der Nachrevolutionszeit sowie Kuba inmitten turbulenter Regime.
Ende 1934 kam Langston Hughes in Mexiko-Stadt an, wo er über fünf Monate damit verbrachte, Kurzgeschichten von Autoren wie Rafael Felipe Muñoz, Nellie Campobello, Lino Novás Calvo, Luis Felipe Rodríguez, Germán List Arzubide, Pablo de la Torriente-Brau und Juan de la Cabada zu übersetzen. Diese Erzählungen halten das Mexiko nach der Revolution und Kuba zwischen den Diktaturen von Gerardo Machado und Fulgencio Batista fest. Sie fokussieren auf Themen wie Umbrüche, Zuckerrohrfelder, indigene und schwarze Charaktere, korrupte Generäle sowie amerikanische Imperialisten – zumeist linksorientierte Narrative, die für die Autoren der Epoche bezeichnend waren, wie Hughes in Briefen an Freunde wie Marie und Doug Short sowie Matt und Evelyn Crawford bemerkte. Er beschrieb, wie er bis zum Hals in der Übersetzung von etwa 30 Geschichten steckte, die er als „großartig“ mit zahlreichen indigenen und schwarzen Charakteren bezeichnete, wobei „fast alle Autoren... links“ seien. Mit der Unterstützung des kubanischen Journalisten José Antonio Fernández de Castro, der Geschichten beschaffte und bei den Übersetzungen half, mietete Hughes eine Wohnung im Edificio Ermita in Mexiko-Stadt, um sich auf das Projekt zu konzentrieren. Trotz seiner Leidenschaft lehnte der Agent Maxim Lieber die Werke ab und meinte, keine könne Hughes das Wasser reichen, was die Veröffentlichung verhinderte. Hughes gab nicht auf und sandte 1942 eine Auswahl an Ralph Ellison, doch der McCarthyismus unterdrückte derartige radikale Bestrebungen später. „Troubled Lands“ erfüllt nun Hughes' Vision vor dem Hintergrund heutiger autoritärer Bedenken, wie Herausgeber Ricardo Wilson II in seiner Einleitung hervorhebt. Hughes' Verbindungen zu Mexiko waren tiefgreifend: Sein Vater ließ sich dort nieder, um dem Rassismus in den USA zu entfliehen, was zu Familienbesuchen 1907 sowie Hughes' eigenen Aufenthalten 1919-1920 und 1934 nach dem Tod seines Vaters führte. Diese inspirierten frühe Gedichte wie „The Negro Speaks of Rivers“ und förderten die Kontakte zu schwarzen literarischen Persönlichkeiten wie W.E.B. Du Bois.