Die Nationalversammlung Kenias hat dazu aufgerufen, öffentliche Stellungnahmen zum Finanzgesetz 2026 einzureichen, das neue Steuern auf Mobiltelefone, importierte Gebrauchtkleidung und digitale Vermögenswerte vorsieht.
Die Nationalversammlung veröffentlichte eine Bekanntmachung, in der die Öffentlichkeit und Interessenvertreter dazu aufgerufen werden, bis zum 25. Mai um 17 Uhr Stellungnahmen zum Gesetzentwurf einzureichen. Diese können beim Büro des Schriftführers im Parlamentsgebäude in Nairobi abgegeben oder an die angegebenen E-Mail-Adressen gesendet werden. Der vom Abgeordneten aus Molo, Kuria Kimani, eingebrachte Gesetzentwurf zielt darauf ab, mehrere Steuergesetze zu ändern, darunter das Einkommensteuergesetz und das Verbrauchsteuergesetz.
Zu den wichtigsten Vorschlägen gehören eine Verbrauchsteuer von 25 Prozent auf Mobiltelefone, eine fiktive Gewinnsteuer, bei der 5 Prozent des Zollwerts von importierten Mitumba-Waren als steuerpflichtiges Einkommen behandelt werden, sowie neue Regeln für die Besteuerung digitaler Plattformen und virtueller Vermögenswerte. Der Entwurf würde zudem die Frist für die Steuererklärung vom 30. Juni auf den 30. April vorverlegen und den Körperschaftssteuersatz für nicht ansässige Personen von 37,5 Prozent auf 30 Prozent senken.
Der Gesetzentwurf wurde offiziell am 6. Mai veröffentlicht und ist bei der Law Society of Kenya, Menschenrechtsaktivisten und der Öffentlichkeit auf Kritik gestoßen, da er erhebliche Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen haben könnte. Die Einladung zur Stellungnahme erfolgt aufgrund verfassungsrechtlicher Anforderungen an die öffentliche Beteiligung am Gesetzgebungsprozess.