Das indische Parlament hat den Sabko Bima Sabko Raksha Bill, 2025, in beiden Häusern verabschiedet, der zentrale Versicherungsgesetze ändert, um 100-prozentiges direktes ausländisches Investment zu erlauben. Das Gesetz zielt darauf ab, die Versicherungsdeckung zu erweitern, um „Insurance for All by 2047“ zu erreichen. Oppositionsparteien haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Privatisierung auf inländische Interessen geäußert.
Das indische Parlament hat einen bedeutenden Schritt zur Liberalisierung des Versicherungssektors unternommen, indem es den Sabko Bima Sabko Raksha (Amendment of Insurance Laws) Bill, 2025, verabschiedet hat. Das Lok Sabha stimmte dem Gesetzentwurf am Dienstag zu, woraufhin das Rajya Sabha kurz darauf folgte. Das Gesetz ändert das Insurance Act von 1938, das Life Insurance Corporation Act von 1956 und das Insurance Regulatory and Development Authority of India Act von 1999.
Die Hauptbestimmung hebt die Obergrenze für direktes ausländisches Investment von 74 auf 100 Prozent an, was mehr ausländisches Kapital anziehen und Technologietransfers erleichtern soll. Sie senkt zudem die Anforderung an Eigenkapital für ausländische Rückversicherer von 5.000 Crore Rupien auf 1.000 Crore Rupien, was weitere Marktteilnehmer anziehen könnte.
In den letzten zehn Jahren ist die Zahl der Versicherer von 54 auf 74 gestiegen, die Versicherungsdichte von 55 auf 97 US-Dollar pro Person und die Penetration von 3,3 auf 3,7 Prozent des BIP. Dennoch liegt die Versicherungsdichte in Indien bei nur 0,6 Prozent des globalen Durchschnitts, was die Notwendigkeit einer stärkeren Expansion unterstreicht.
Das Gesetz stärkt die Befugnisse der Insurance Regulatory and Development Authority of India (IRDAI), indem es ihr die Macht gibt, unrechtmäßige Gewinne einzuziehen, ähnlich wie bei der Securities and Exchange Board of India. Oppositionsparteien haben Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Privatisierung auf inländische Stakeholder geäußert.
Diese Reform unterstützt die Vision von „Insurance for All by 2047“ und zielt auf den stark unterversorgten Versicherungsmarkt des Landes ab.