Eine Pole-Dance-Performance in der Lübecker Marienkirche St. Marien hat Aufmerksamkeit von einer dubiosen Website erregt, die Verbindungen zur moskautreuen Orthodoxen Kirche hat. Diese Plattform nutzt das Ereignis als Stoff für russische Propaganda. Dahinter steckt ein systematisches Vorgehen.
In der historischen Marienkirche St. Marien in Lübeck fand kürzlich eine Pole-Dance-Performance statt, die nun international Beachtung findet – allerdings auf unerwünschte Weise. Eine dubiose Website mit engen Verbindungen zur moskautreuen Orthodoxen Kirche hat das Ereignis aufgegriffen und es als Beispiel für westliche Dekadenz dargestellt. Dies dient der russischen Propaganda, um kulturelle Unterschiede zu betonen und Spaltungen zu schüren.
Die Berichte deuten darauf hin, dass es sich nicht um einen isolierten Fall handelt. Stattdessen steckt ein System dahinter, bei dem solche Inhalte gezielt aus dem Westen gesammelt und in russischen Medienkanälen verbreitet werden. Lokale Quellen in Schleswig-Holstein warnen vor der Instrumentalisierung solcher kultureller Ereignisse. Die Performance selbst war Teil eines künstlerischen Programms in der Kirche, doch ihre Nutzung durch ausländische Akteure wirft Fragen zur Sensibilität solcher Veranstaltungen in religiösen Räumen auf.
Bisher gibt es keine offiziellen Reaktionen von der Kirche oder den Veranstaltern. Die Debatte unterstreicht die anhaltende Beeinflussung durch russische Desinformationskampagnen in Europa.