Arbeitsminister Tomás Rau verteidigte das Projekt zur universellen Kinderbetreuung während einer Sitzung im Bildungsausschuss des Senats. Senatorin Yasna Provoste kritisierte, dass die Initiative das Wohl der Kinder nicht in den Mittelpunkt stelle und es ihr an echter Universalität mangele.
Bei der Debatte um das Projekt Sala Cuna Universal erklärte Rau, dass die Regierung Elemente aus früheren Initiativen der Präsidenten Boric und Piñera integriert habe. Er betonte, dass es sich nicht um ein grundlegend neues Projekt handele, und erklärte, dass die schrittweise Einführung auf begrenzte Kapazitäten und Ressourcen zurückzuführen sei.
Senatorin Yasna Provoste kritisierte, dass der Plan nicht die Kinder in den Mittelpunkt stelle. Sie wies darauf hin, dass das Kind einer Mutter, die Arbeit sucht, 36 Monate warten müsste, und stellte die Definition der Universalität in Frage, da diese von der Art der Beschäftigung oder dem Geschlecht der Eltern abhängig sei.
Provoste äußerte zudem Bedenken hinsichtlich der überstürzten Bearbeitung und der einjährigen Verzögerung bei der Umsetzung nach der Genehmigung. Sie merkte kritisch an, dass der Staat als Arbeitgeber seine eigenen Beschäftigten bei diesem Vorhaben an das Ende der Warteschlange setze.