Der Augsburger Getriebespezialist Renk hat auf der Pariser Rüstungsmesse Eurosatory gemeinsam mit dem finnischen Unternehmen Patria einen unbemannten Panzer vorgestellt.
Das kettenbasierte Unmanned Ground Vehicle (UGV) basiert auf einer Plattform von Patria. Renk liefert das Getriebe sowie die Drive-by-Wire-Architektur, bei der Lenkbewegungen per Funk übertragen werden. Das Getriebe vereint Lenk-, Brems- und Antriebsfunktionen in einer digital gesteuerten Antriebsstrangarchitektur.
Renk entwickelte und validierte das Getriebe nach eigenen Angaben in weniger als zwei Jahren nach militärischen Standards. Das Unternehmen zählt zu den Hauptlieferanten von Getrieben für Panzer aller Art und hat Anfang Juni das viertausendste Getriebe für den Leopard 2 in Augsburg gebaut.
Renk ist seit rund zwei Jahren börsennotiert. Die Aktie stieg seitdem um rund 115 Prozent und wurde vergangenes Jahr in den MDax aufgenommen. Im ersten Quartal 2026 erreichte das Unternehmen einen Rekordauftragsbestand von 6,9 Milliarden Euro.