Die schwedische Regierung hat 50 Millionen Kronen aus ihrer humanitären Hilfe für Gaza zur Bewältigung dringender Bedürfnisse von Kindern vor dem Winter bereitgestellt. Die Mittel gehen über Unicef für Familienschutz, einschließlich Zelte und warmer Kleidung, sowie provisorische Bildungseinrichtungen. Hilfsminister Benjamin Dousa betont den Fokus auf Kinder und Jugendliche im kalten Wetter.
Die schwedische Regierung beschloss im Dezember vergangenen Jahres, 800 Millionen Kronen für humanitäre Maßnahmen in Gaza im Jahr 2025 vorzusehen. Davon wurden bereits 750 Millionen verteilt, und die verbleibenden 50 Millionen werden nun speziell für dringende Bedürfnisse von Kindern vor dem Winter verwendet, so eine Regierungsmitteilung.
Hilfs- und Handelsminister Benjamin Dousa (M) verkündete die Entscheidung und wies darauf hin, dass die Unterstützung über Unicef, den UN-Kinderfonds, fließen wird. „In diesem Paket liegt ein besonderer Fokus auf Kindern und Jugendlichen. Wir wissen, dass Gaza derzeit große Probleme mit der einsetzenden Kälte hat. Es hat auch viel geregnet. Unicef schätzt, dass erhebliche Risiken für Atemwegserkrankungen und andere Krankheiten bestehen,“ sagt Dousa gegenüber Aftonbladet.
Die Mittel unterstützen lebensrettende Maßnahmen wie Zelte, Lagerbetten, Lebensmittel und sauberes Wasser, mit besonderem Schwerpunkt auf Kinder. Teile der Hilfe fließen auch in provisorische Einrichtungen für Bildung und Freizeitaktivitäten, da 97 Prozent der Schulen in Gaza zerstört oder schwer beschädigt sind. Viele Kinder haben seit Jahren keinen Unterricht erhalten.
Dousa versichert, dass Unicef effektive Kontrollmechanismen hat, um sicherzustellen, dass die Hilfe ankommt. Die Regierung beendete die Zusammenarbeit mit UNRWA aufgrund von Lieferproblemen und langjähriger Kritik an der Neutralität der Organisation, einschließlich Verbindungen zu Hamas und antisemitischem Inhalt in Lehrbüchern. Unicef kann die Unterstützung jedoch effektiv liefern.
Damit wird Schweden zum größten europäischen Spender humanitärer Hilfe für Gaza, gemäß dem UN-Büro für die Koordination humanitärer Angelegenheiten (UNOCHA). Dousa äußert Verärgerung darüber, dass andere Hilfszusagen nicht eingehalten wurden: „Im Frühling wollten viele viel Geld geben. Sie versprachen Million um Million. Aber es waren meist große Worte und wenig Geld.“ Schweden hat seine Verantwortung und mehr übernommen, um der Zivilbevölkerung zu helfen.