Migrationsminister Johan Forssell verteidigt schwedische Hilfe für Somalia trotz Kritik an hohen Gehältern und Korruption. Die Opposition wirft der Regierung Bestechung in einem Abschiebungsabkommen vor. Die Regierung sieht die Debatte als Gelegenheit, härtere Migrationspolitik zu betonen.
Die schwedische Regierung hat eine Vereinbarung mit Somalia über Abschiebungskooperation geschlossen und verwendet Millionen schwedischer Hilfsgelder, um Dienste im somalischen Regierungsbüro zu finanzieren. Berichte deuten darauf hin, dass diese Dienste Gehälter von über 100.000 Kronen pro Monat erhalten, aber Migrationsminister Johan Forssell kennt die Empfänger nicht und nicht, warum die Gehälter so hoch sind. „Ich vertraue darauf, dass die UN-Agentur, mit der wir zusammenarbeiten, weise Entscheidungen trifft,“ sagt Forssell.
Somalia gilt als das zweitkorrupteste Land der Welt, was starke Kritik auslöst. Der Sozialdemokrat Morgan Johansson bezeichnet es als „reines Bestechungsgeld“ und hat Forssell sowie die Vorsitzende des Migrationsausschusses Maria Dousa am 8. Oktober 2025 dem Verfassungsausschuss des Parlaments gemeldet. Die Regierung verteidigt die Vereinbarung und strebt ähnliche Abkommen mit anderen Ländern an, um Abschiebungen aus Schweden zu erhöhen.
Die Debatte entbrannte im Oktober 2025, wobei Ministerpräsident Ulf Kristersson am 3. Oktober erklärte: „Das Einzige Neue ist, dass die Hilfe nicht mehr bedingungslos ist.“ Der Analyst Mats Knutson bemerkt, dass die Regierung keine Verlegenheit zeigt und den Skandal nutzt, um eine strengere Einwanderungspolitik als die der Sozialdemokraten zu betonen. Die Vereinbarung wurde um den 2. Oktober angekündigt, als auch berichtet wurde, dass der somalische Ministerpräsident Hamas lobte, während er schwedische Hilfe erhielt.