Die Tomatenpreise sind in einigen mexikanischen Supermärkten auf über 60 Pesos pro Kilo gestiegen, obwohl PACIC-Vereinbarungen einen Preisrahmen zwischen 26 und 40 Pesos vorsehen. Der Präsident von ANTAD, Diego Cossío Barto, führt den Anstieg auf Wetterbedingungen und Logistikkosten zurück. Die Situation unterstreicht die Anfälligkeit der Produktion, insbesondere in Sinaloa.
Tomaten, ein Grundnahrungsmittel der mexikanischen Ernährung, werden in Selbstbedienungsketten wie Soriana, Chedraui und Walmart trotz der PACIC-Abkommen mit der Bundesregierung für über 60 Pesos pro Kilo verkauft. Diego Cossío Barto, Exekutivpräsident des nationalen Verbandes für Selbstbedienungs- und Kaufhäuser (ANTAD), räumte dies in einem Interview mit Azucena Uresti ein. Er erklärte: "Es gab eine enge Verpflichtung, den Preis so weit wie möglich zu halten, selbst wenn dabei Geld verloren geht oder Margen geopfert werden müssen."
Zu den Hauptursachen gehören Wetterfaktoren, die die Ernten in Mexiko und Florida, USA, beeinträchtigen, sowie gestiegene Kosten für Transport, Kraftstoff, Maut und Unsicherheit. Cossío Barto merkte an, dass laut INEGI nur 18,4 % der nationalen Tomatenverkäufe über Selbstbedienungsläden abgewickelt werden und die betroffenen Ketten sich bemühen, die Preise zu stabilisieren.
In Sinaloa, dem wichtigsten Produzenten, sank die Anbaufläche zwischen 2025 und 2026 um 20 bis 30 %. Die Staudämme waren Ende März laut Daten von Caades, die von Enrique Quintana in El Financiero zitiert wurden, nur noch zu 19,9 bis 21,5 % gefüllt, verglichen mit 37 % im Vorjahr. Die durch Gruppen wie 'Los Chapitos' und 'La Mayiza' verursachte Unsicherheit verschärft die Krise, und Bundesstaaten wie Michoacán, Jalisco und Baja California können den Rückgang nicht ausgleichen.
ANTAD steht in Kontakt mit den Ministerien für Finanzen und Landwirtschaft sowie der Verbraucherschutzbehörde Profeco, um den Warenkorb mit 24 Grundprodukten bei 910 Pesos zu überwachen. Cossío Barto schloss ein Treffen mit Präsidentin Claudia Sheinbaum nicht aus.