Die kolumbianische Bergbau- und Energieplanungsbehörde (Upme) hat in Cali den Nationalen Bergbauentwicklungsplan 2024-2035 vorgestellt, eine Roadmap zur Steuerung des Bergbausektors für das nächste Jahrzehnt. Upme-Direktorin Indira Portocarrero betonte dessen Rolle bei der Verbesserung der Koordination zwischen den wichtigsten Behörden und der Unterstützung einer gerechten Energiewende.
Die Vorstellung fand in Cali beim Nationalen Treffen zur Formalisierung des Bergbaus und der Goldvermarktung statt. "Dieser Plan wird die Koordination zwischen den Sektorinstanzen stärken, wie etwa dem Ministerium für Bergbau und Energie, dem Kolumbianischen Geologischen Dienst, der Nationalen Bergbauagentur und natürlich der Upme", erklärte Portocarrero. Der Plan ist in drei Phasen gegliedert: Identifizierung der Berbaubedürfnisse in den Gebieten, Analyse der technischen, sozialen und wirtschaftlichen Leistung des Sektors sowie Definition der Maßnahmen bis 2035. Er zielt auf einen integrierten, verantwortungsvollen und wettbewerbsfähigen Bergbausektor ab, mit Fokus auf Menschenrechte, gesellschaftliche Teilhabe, Innovation, Technologie und institutionelle Stärkung. Zu den wichtigsten Maßnahmen gehören die Förderung eines formellen, sicheren und effizienten Bergbaus, die Verbesserung der Planung, die Optimierung des Wissensmanagements und die Förderung produktiver Verflechtungen. Er soll zudem die Versorgung mit strategischen Mineralien für die Energiewende, die Ernährungssicherheit, die Infrastruktur und die Reindustrialisierung sicherstellen. Bei der Veranstaltung berichteten das Ministerium für Bergbau und Energie sowie die Nationale Bergbauagentur über Fortschritte bei der Formalisierung: ein Anstieg der Begünstigten um 69 % von über 17.000 auf mehr als 30.000 bis April 2026; 44 % mehr Formalisierungstitel, von über 600 auf mehr als 800 bis zum 1. April; sowie 381.000 Hektar für 3.810 produktive Bergbaueinheiten, von denen potenziell 76.000 Bergleute über vier Jahre profitieren könnten.