Der Rechtsbeistand der Familien im Enyobeni-Untersuchungsverfahren hat gefordert, den Tod von 21 jungen Menschen einer strafrechtlichen Verfolgung zuzuführen. Rechtsanwalt Vuyisile Magqabi brachte diesen Antrag am 18. Mai in seinem Schlussplädoyer vor dem KuGompo City Regional Court in Mdantsane ein. Er argumentierte, dass die Tavernenbesitzer Siyakhagela und Vuyokazi Ndevu sowie die ehemalige Türsteherin Thembisa Diko es versäumt hätten, die Gäste zu schützen.
Magqabi erklärte vor Gericht, dass die Besitzer im Juni 2022 keine Sicherheit in ihrem Lokal gewährleistet hätten. Er bezeichnete die Behauptung eines Eigentümers, die Eltern seien für die Kinder verantwortlich gewesen, als unmenschlich, da die Taverne die jungen Gäste ausdrücklich zu einer Veranstaltung eingeladen hatte.
Der Anwalt verwies zudem auf Versäumnisse der Stadtverwaltung Buffalo City, der Polizei und der Liquor Board des Ostkaps bei der Durchsetzung der Vorschriften. Er sagte, die Eigentümer hätten das Gelände trotz verzweifelter Bitten der Gäste während einer Panik verschlossen, was zu Erstickungsfällen unter Bedingungen mit unzureichender Belüftung und ohne Erste-Hilfe-Maßnahmen führte.
Die Untersuchung am Gericht im Ostkap prüft derzeit die Haftungsfragen für die Tragödie. Magqabi beantragte, dass der Fall nun in ein Strafverfahren übergehen solle, um die begangenen Verfehlungen strafrechtlich zu ahnden.