Der chilenische Staatsverteidigungsrat (CDE) hat eine Schadensersatzklage des Fischereiunternehmens Blumar gegen den Staat im Zusammenhang mit dem Fischerei-Fraktionierungsgesetz abgewiesen. Die Behörde wies die Behauptungen einer regulatorischen Enteignung von übertragbaren Fischereilizenzen (LTP) zurück und stellte die Schadensberechnung des Unternehmens in Höhe von 194 Milliarden Pesos in Frage. Dies ist die erste gerichtliche Reaktion des CDE auf ähnliche Klagen anderer Fischereiunternehmen.
Der CDE reichte seine Stellungnahme beim 29. Zivilgericht in Santiago ein, wo Blumar – das mit den Familien Yaconi-Santa Cruz und Sarquis verbunden ist – Entschädigung für Änderungen der Fischereivorschriften fordert.
Unter dem Vorsitz von Ana María Hübner erklärte die Behörde, dass "Blumar nicht des Eigentums an den übertragbaren Fischereilizenzen (LTP) beraubt wurde". Sie argumentierte, dass das Gesetz keine biologischen Ressourcen garantiere, sondern einen Prozentsatz variabler Quoten, wobei die Sektorenfraktionierung als eigenständige öffentliche Politik unter dem Gesetz Nr. 19.849 von 2002 gelte.
Das neue Gesetz verlängert die Fraktionierung bis 2040, ohne die Gültigkeit der Lizenzen zu ändern; Blumar muss diese 2032 unter Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen erneuern. Der CDE erklärte, Blumar versuche, die gesetzliche Verteilung zwischen industrieller und handwerklicher Fischerei auszuhebeln, um den eigenen Marktanteil zu erhöhen.
Bezüglich der geforderten 194.431.490.570 Pesos erklärte die staatliche Stelle, dass es an rechtlicher und wissenschaftlicher Sicherheit fehle, da Faktoren wie Herkunft der Rohstoffe, Produktionskosten und Investitionen ignoriert würden. Die Projektion eines jährlichen Quotenzuwachses von 15 % aus Anhang K der OROP-PS sei ein vorsorglicher Stabilisator und kein garantiertes Wachstum angesichts der maritimen Volatilität.