Das kolumbianische Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus sowie die Bank Bancóldex haben eine Kreditlinie in Höhe von 100 Millionen Dollar gestartet, um Handelsgeschäfte mit Venezuela zu unterstützen. Die Maßnahme zielt darauf ab, die Finanzmechanismen zwischen den beiden Ländern zu stärken.
Das kolumbianische Ministerium für Handel, Industrie und Tourismus und die Bancóldex kündigten eine Strategie zur Verbesserung der Zahlungswege und der Finanzierung für den bilateralen Handel an. Bancóldex hat eine Kreditlinie in Höhe von 100 Millionen Dollar ermöglicht, die eine Peso-Quote von bis zu 185 Milliarden für Betriebskapital umfasst.
Etwa 1.200 kolumbianische Unternehmen exportieren nach Venezuela, wobei der bilaterale Handel im Jahr 2025 ein Volumen von 1,17 Milliarden Dollar erreichte. Die Initiative enthält zudem eine Komponente in Höhe von 50 Millionen Dollar zur Vorfinanzierung von Exporten und Importen.
Ministerin Diana Marcela Morales Rojas betonte, dass funktionale Finanzinstrumente notwendig seien, um Risiken zu reduzieren. „Die Erholung des binationalen Handels erfordert weit mehr als nur unternehmerischen Willen“, sagte sie.
José Alberto Garzón, amtierender Präsident von Bancóldex, hob das Netzwerk von Korrespondenzbanken in Venezuela hervor. Die Einrichtung startete zudem das Programm „Ruta de oportunidades entre Colombia y Venezuela“, um Exporteure zu unterstützen.