Ab dem 1. Januar 2027 werden Rezepte für Behandlungen und Medikamente von freiberuflichen Ärzten des Sektors 3 gemäß dem Finanzierungsgesetz für die Sozialversicherung 2026 nicht mehr von der Assurance-maladie erstattet. Die Maßnahme betrifft etwa 1.000 nicht konventionierte Ärzte von insgesamt über 200.000 praktizierenden Medizinern. Die Berufsgruppe äußert ihren Unmut über diese Einschränkung.
Das Finanzierungsgesetz für die Sozialversicherung 2026 sieht vor, dass die Assurance-maladie ab dem 1. Januar 2027 keine Medikamente und Behandlungen mehr erstattet, die von Ärzten des Sektors 3 verschrieben wurden. Diese Mediziner, die keine Verträge mit der Caisse nationale d'assurance-maladie (Cnam) haben, machen etwa 1.000 von mehr als 200.000 freiberuflich tätigen Ärzten aus. Sie legen ihre Honorare ohne administrative Vorgaben frei fest.
Derzeit erhalten Patienten nach einer Konsultation bei einem Allgemeinmediziner des Sektors 3 lediglich eine Erstattung von wenigen Cent. Mit der neuen Maßnahme werden die Kosten für verschriebene Medikamente und Behandlungen für deren Patienten deutlich steigen.
Dr. Kamyar Dadsetan, Präsident der Gewerkschaft der Ärzte des Sektors 3 (MS3), verurteilte die Entscheidung Anfang März gegenüber Le Quotidien du médecin. Diese kleine Gruppe freiberuflicher Ärzte äußert ihren Ärger über eine Einschränkung, die ihre unabhängige Berufsausübung beschränkt.