Die französische Regierung hat beschlossen, die Krankenhaustarife für 2026 auf dem Niveau von 2025 zu belassen, ohne Erhöhung trotz Inflation und Personalmangel. Die Krankenhausverbände, sowohl öffentliche als auch private, kritisieren dies als getarnten massiven Sparkurs und fordern mindestens eine Erhöhung um 1 %. Dies geschieht nach der Annahme eines um 850 Millionen Euro aufgestockten Krankenhausbudgets durch das Parlament.
Das Krankenhausbudget Frankreichs für 2026 wurde am 16. Dezember vom Parlament verabschiedet, nachdem 850 Millionen Euro zum Gesetzentwurf zur Finanzierung der Sozialversicherung (PLFSS) hinzugefügt wurden, der zunächst als hart empfunden wurde. Krankenhausbetriebe hatten dies als dringend benötigte Aufstockung begrüßt. Doch die Ankündigung der Krankenhaustarife – die Beträge, die die nationale Krankenversicherung für jeden AufenthaltsTyp im leistungsbezogenen Vergütungssystem erstattet – löste rasch Kritik aus.
Diese Tarife bleiben auf dem Niveau von 2025 unverändert, ohne Erhöhung. In einer gemeinsamen Erklärung am 23. Dezember äußerten die vier wichtigsten Krankenhausverbände – die Fédération Hospitalière de France, die Fédération de l'Hospitalisation Privée, Unicancer und die Fédération des Établissements Hospitaliers et d'Aide à la Personne Privés Non Lucratifs – ihre Bedenken. „Tarife von 0 % festzulegen, inmitten historischer Unterfinanzierung durch Inflation, Aktivitätswiederherstellung und starke Personalknappheit, bedeutet, einen massiven Sparkurs durchzusetzen, ohne es zuzugeben“, hieß es darin.
Die Verbände argumentieren, dass diese Tarifstabilität faktische Haushaltskürzungen erzwingt und die Herausforderungen für öffentliche und private Krankenhäuser bei steigenden Kosten verschärft. Sie fordern eine Überprüfung und mindestens eine Erhöhung um 1 %, um die Versorgungsqualität zu sichern und den Druck auf das Personal zu mindern.