Das Europäische Parlament hat eine Norm genehmigt, die Kolumbien als sicheres Land einstuft und eine schnellere Ablehnung von Asylanträgen seiner Bürger ermöglicht. Diese Maßnahme ist Teil neuer Migrationspolitiken, die im Dezember genehmigt wurden. Amnesty International hat die Leichtigkeit kritisiert, Länder als sicher zu bezeichnen.
Das Europäische Parlament hat kürzlich eine Norm genehmigt, die die Ablehnung von Asylanträgen kolumbianischer Staatsbürger beschleunigt. Laut offiziellem Dokument gilt Kolumbien als sicheres Land ohne generalisiertes Risiko schwerer Schäden oder Bedrohungen durch ungerichtete Gewalt in Situationen internationaler oder interner bewaffneter Konflikte. Ferner wird angegeben, dass es im Land keine generalisierte Verfolgung gibt, gemäß Artikel 9 der Verordnung (EU) 2024/1347. Diese Entscheidung passt in breitere Asylpolitiken, die von der Europäischen Union und ihrem Rat im Dezember beschlossen wurden. Kolumbien gesellt sich zu einer Liste sicherer Länder, darunter Bangladesch, Ägypten, Kosovo, Indien, Marokko und Tunesien. Die Norm ermöglicht es den EU-Mitgliedstaaten, anzunehmen, dass Antragsteller aus diesen Ländern keinen internationalen Schutz benötigen, und vereinfacht so die Prüfverfahren. Amnesty International hat Bedenken gegenüber diesen Vorschriften geäußert und argumentiert, dass sie es erleichtern, Länder als sichere Herkunftsländer zu klassifizieren, was potenziell Schutzbedürftigen verweigert. Die Organisation bemerkt, dass diese generalisierte Vermutung Menschenrechte in spezifischen Fällen verletzen könnte. Die Genehmigung zielt darauf ab, die Migrationsverwaltung in der Europäischen Union zu beschleunigen, löst jedoch Diskussionen über ihre Auswirkungen auf den Flüchtlingsschutz aus. Es werden keine spezifischen Zahlen zu betroffenen kolumbianischen Anträgen genannt.