Jeff Kaplan in a podcast interview, illustrated with symbols of his Blizzard exit, anti-AI stance, and new survival game studio.
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Ehemaliger Overwatch-Direktor spricht über Austritt bei Blizzard und KI im Interview

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Jeff Kaplan, ehemaliger Direktor von Overwatch, teilte in einem kürzlichen Podcast-Interview Einblicke in seinen Ausstieg bei Blizzard und seine Ansichten zu KI. Er beschrieb intensive unternehmensinterne Druckmomente im Zusammenhang mit der Overwatch League und betonte den unersetzlichen Wert menschlicher Kreativität in der Spieleentwicklung. Kaplan enthüllte auch Details zum kommenden Survival-Spiel seines neuen Studios.

Jeff Kaplan, der Overwatch bei Blizzard 19 Jahre lang bis zu seinem Ausstieg 2021 leitete, äußerte sich in einem fünfstündigen Interview mit Lex Fridman zu den Faktoren, die zu seinem Weggang führten. Er schilderte ein Ultimatum des damaligen Blizzard-CFO Dennis Durkin: Overwatch müsse bis 2020 (später auf 2021 verschoben) spezifische Umsatzziele erreichen, sonst würden 1.000 Entwickler entlassen werden. Kaplan nannte dies „the biggest f**k you moment I've had in my career“ und merkte an, es habe ihn und seine Zeit beim Unternehmen gebrochen. Der Druck resultierte größtenteils aus der Overwatch League, die 2018 inmitten eines Hypes lanciert wurde, den Kaplan als übermarktiziert beschrieb. Führungskräfte präsentierten sie als potenziell populärer als die NFL und prognostizierten 125 Millionen Dollar Anfangsumsatz durch Vor-Ort-Veranstaltungen, Ticketverkäufe und Merchandise. Logistische Probleme mit globalen Teams wie London und Shanghai durchkreuzten jedoch die Pläne, und die League wurde zu einem „house of cards“, das 2023 eingestellt wurde. Ressourcen wurden von In-Game-Inhalten – wie neuen Helden, Karten und Events – zu E-Sports-Features wie Twitch-Integration und Monetarisierung über Mikrotransaktionen umgeleitet, wodurch die ursprüngliche Vision für PvE-Elemente in Overwatch 2 neben PvP in den Hintergrund geriet. Kaplan reflektierte über das originale Overwatch, das nach dem Launch 2016 im ersten Jahr 1 Milliarde Dollar einspielte, bedauerte aber, wie die Anforderungen an Live-Service-Spiele eskalierten. „My parents always said the road to hell is paved with good intentions; that was the Overwatch League and it ended up being an albatross“, sagte er. Zur KI sah Kaplan aktuelle Integrationen als „mostly a hot mess“, nützlich für alltägliche Aufgaben wie UI, aber überheblich und ethisch problematisch, wenn Künstlerarbeiten ohne Erlaubnis gescraped werden. Er betonte die Einzigartigkeit des Menschen: „What I don’t worry about is, no matter how good AI gets, [it’s] never gonna draw a picture like [Overwatch artist] Arnold Tsang, it’s never gonna tell a story like [Warcraft, Diablo, Starcraft writer] Christ Metzen. Human spirit is irreplaceable.“ Nun leitet Kaplan Kintsugiyama, ein 34-köpfiges Studio mit dem Blizzard-Veteranen Tim Ford, und entwickelt The Legend of California, ein Multiplayer-Action-Survival-Spiel, das auf einer mythischen Goldgräber-Ära-Insel Kaliforniens spielt. Veröffentlicht von Dreamhaven, bietet es Open-World-Ressourcensammlung, Ranch-Bau und dynamische Karten, inspiriert von Gemälden Albert Bierstadts. Ein öffentliches Alpha ist für März 2026 geplant, mit Early Access auf Steam später in diesem Jahr.

Was die Leute sagen

Diskussionen auf X beleuchten Jeff Kaplans Enthüllungen über ein Umsatzultimatum von Blizzards CFO im Zusammenhang mit Overwatch, das zu seinem Ausstieg führte. Nutzer äußern Zorn auf das Management von Blizzard, das Finanzen über Kreativität stellte. Begeisterung gilt Kaplans neuem Survival-Spiel The Legend of California. Skepsis richtet sich gegen den Interviewer Lex Fridman als 'right-wing grifter'. Kaplans Ansicht, dass KI den menschlichen Geist in der Spieleentwicklung nicht ersetzen kann, stößt auf Zustimmung.

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