Ein prominenter TV4-Journalist stand vor Gericht wegen des Kaufs sexueller Dienste von einer Prostituierten, behauptet aber, das Treffen sei ein Interview mit einer Quelle gewesen. Der Prozess am Attunda District Court endete am Montag, und der Fall gilt als Vertrauensschaden für TV4 unabhängig vom Ausgang. Die Analyse beleuchtet Dilemmata rund um Quellenschutz und Sicherheitspraktiken.
Der Prozess gegen den prominenten TV4-Journalisten fand am Montag am Attunda District Court statt. Die Anklagen betreffen Verdacht auf Sexkauf, basierend auf Details im Telefon der Frau, wo der Mann als „ein netter Mann, der langen Sex hat“ beschrieben wird. Die Polizei stellte auch ein SMS-Gespräch zur Vereinbarung des Treffens fest, eine weitergeleitete Preistabelle für sexuelle Dienste und dass der Journalist Bargeld am selben Tag wie der Besuch abgehoben hat. Der Journalist bestreitet die Tat und beruft sich auf Quellenschutz. Er erklärt, er habe einen Tipp über einen Geschäftsführer erhalten, der Prostituierte im Büro hatte, und die Frau habe möglicherweise Informationen. Um ein Treffen zu vereinbaren, tat er so, als sei er ein potenzieller Kunde; sie sprachen während eines kurzen Spaziergangs, aber der Tipp wurde nicht verfolgt. Wegen Quellenschutzes kann er den Inhalt des Gesprächs nicht offenbaren. Er besprach den Plan mit einem TV4-Chef, was von zwei hochrangigen Führern der Nachrichtenorganisation in Vernehmungen bestätigt wird. Die Frau sagte jedoch aus, sie erinnere sich nicht, einen Journalisten getroffen zu haben. Die Analyse betont, dass es für TV4 kein gutes Outcome gibt: entweder ist der Journalist unschuldig, aber der Sender hat Quellen schlampig gehandhabt, oder ein Mitarbeiter, der Sex gekauft hat, wurde vom Management geschützt. Beide Szenarien schädigen das Vertrauen in den Sender, sagt der investigative Reporter von SVT, Joachim Voss Sundell.