Zak Brown warnt davor, Red Bull in der Formel 1 2026 abzuschreiben

McLaren-CEO Zak Brown hat davor gewarnt, Red Bull trotz des schwachen Starts in die Formel-1-Saison 2026 vorschnell abzuschreiben. Nach drei Rennen liegt Red Bull mit nur 16 Punkten auf dem sechsten Platz der Gesamtwertung, während McLaren den dritten Rang belegt. Brown geht davon aus, dass sich die Teams annähern werden, sobald sie sich an das neue Reglement angepasst haben.

Red Bull hat zu Beginn des neuen Reglement-Zyklus Schwierigkeiten und ist ins Mittelfeld abgerutscht. Max Verstappen, der noch keinen Podestplatz erreicht hat, äußerte sich frustriert darüber, dass sein Team einen deutlichen Rückstand auf die Führenden aufweist. Das Feld hat sich drastisch auseinandergezogen: Beim Großen Preis von Australien 2026 betrugen die Zeitabstände im ersten Qualifying-Abschnitt 3,737 Sekunden, verglichen mit 1,235 Sekunden im Vorjahr in derselben Session. McLaren führt den Trend der Annäherung an, nachdem sie die anfänglichen Probleme der Ground-Effect-Ära überwunden und 2024 sowie 2025 Titel gewonnen haben, betonte Brown vor dem anstehenden Grand Prix in Miami. McLaren liegt auf dem dritten Platz, mit 30 Punkten Vorsprung auf Red Bull und 44 Punkten vor dem achtplatzierten Team von Audi, deren starken Saisonstart Brown lobte. Red Bull dominierte 2023 mit 21 Siegen aus 22 Rennen und der Rekordpunktzahl von 860 Zählern, doch im weiteren Verlauf der Ära wurden sie von der Konkurrenz in der Entwicklung überholt. Zu den wichtigen Abgängen zählten Chefdesigner Adrian Newey zu Aston Martin, Jonathan Wheatley zu Audi und bevorstehende Wechsel wie der von Gianpiero Lambiase zu McLaren. Laurent Mekies löste Mitte 2025 Christian Horner als Teamchef ab, nachdem auch Helmut Marko das Team verlassen hatte. Brown riet Red Bull zu einem Neuanfang nach dem Personalverlust. „Sie müssen sich ein Stück weit neu aufstellen. Sie haben viele Leute verloren: Christian, Wheatley, GP [Lambiase] schließlich und Newey“, sagte er. Er lobte Mekies als fachlich kompetent und fähig, das Team neu aufzubauen und das vorhandene Potenzial freizusetzen, ähnlich wie es McLaren zuvor gelungen war. „Es wäre sehr töricht, Red Bull abzuschreiben“, betonte Brown, der davon ausgeht, dass sich das Kräfteverhältnis mit der Zeit wieder festigen wird.

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