Red Bull und McLaren haben beim Großen Preis von Miami 2026 durch umfangreiche Upgrades den Rückstand auf Mercedes deutlich verringert. Die weitreichenden Aktualisierungen von Ferrari blieben hingegen ohne großen Erfolg. Kimi Antonelli sicherte sich nach seinem Sieg in Japan erneut den ersten Platz für Mercedes.
Der Große Preis von Miami markierte nach einer fünfwöchigen Pause eine Verschiebung in der Rangordnung der Formel-1-Saison 2026. Mercedes, das zu Saisonbeginn mit einem Vorsprung von 0,56 Sekunden im Qualifying und einem Rennpace-Vorteil von 0,53 Sekunden pro Runde dominierte, sah seine Abstände schrumpfen. Antonelli holte die Pole-Position mit nur noch 0,35 Sekunden Vorsprung und lag im Rennen lediglich 0,02 Sekunden pro Runde vor McLaren, was im Vergleich zum Saisondurchschnitt einen Verlust von etwa zwei Zehnteln im Qualifying und über einer halben Sekunde in der Rennpace bedeutet. Während Mercedes nur geringfügige Änderungen am Heck und an der Bremskühlung vornahm, brachten die Konkurrenten vor dem Rennen in Kanada aggressivere Pakete an den Start. McLaren-Teamchef Andrea Stella sagte: „Ich glaube, schon in Japan haben wir Fortschritte gemacht. Hier konnten wir diese Fortschritte festigen. Und dieser Fortschritt hat nichts mit den Änderungen zu tun, sondern liegt einfach an einer besseren Zusammenarbeit.“ Auch Streckencharakteristika und regulatorische Anpassungen spielten eine Rolle, da die Strecke in Miami für Mercedes historisch gesehen ein Nachteil von durchschnittlich 0,22 Sekunden pro Runde ist. Red Bull erzielte den größten Zuwachs von 0,92 Sekunden pro Runde im Vergleich zu den ersten Rennen beziehungsweise 0,7 Sekunden bereinigt, während McLaren den Rückstand um 0,80 Sekunden beziehungsweise 0,87 Sekunden bereinigt verkürzte. Ferraris elf neue Komponenten brachten lediglich eine Verbesserung der Rennpace um 0,07 Sekunden auf einen Rückstand von 0,46 Sekunden, was bereinigt um die Streckeneigenschaften einem Rückgang von 0,18 Sekunden gleichkommen könnte. Im Mittelfeld machte Williams 0,8 Sekunden pro Runde gut, was bereinigt jedoch nur 0,23 Sekunden entsprach, womit das Team in die Punkte fuhr. Haas und Audi fielen mit minimalen Updates zurück, während Racing Bulls trotz sechs Änderungen die größte Verschlechterung verzeichnete. Kanada wird nun der nächste Prüfstein für diese Entwicklungen sein.