Die Formel 1 testete beim Großen Preis von Miami Anpassungen ihres Reglements für 2026, was bei den Fahrern auf geteiltes Echo stieß. Während einige Fortschritte im Qualifying sahen, blieben Bedenken hinsichtlich der Renndynamik und des Energiemanagements bestehen. Kimi Antonelli von Mercedes gewann das Rennen inmitten anhaltender Debatten.
Die Formel 1 führte vor dem Großen Preis von Miami Anpassungen an ihrem Regelwerk für 2026 ein, darunter die Senkung des Energierückgewinnungslimits von acht auf sieben Megajoule im Qualifying und die Erhöhung des 'Super Clipping' auf 350 Kilowatt. Diese Änderungen zielten darauf ab, die Sicherheit, die Attraktivität und die Vorhersehbarkeit nach der Kritik an den neuen, kleineren Autos und den Hybrid-Antriebseinheiten mit einer Aufteilung von nahezu 50:50 zwischen Elektro- und Verbrennungsmotor zu verbessern. Die Modifikationen folgten auf eine fünfwöchige Pause und debütierten beim US-Rennen, bei dem Kimi Antonelli für Mercedes den Sieg errang, nachdem er sich in Duelle mit dem Ferrari-Piloten Charles Leclerc geliefert hatte, die der McLaren-Renningenieur Will Joseph als 'Jo-Jo-Rennen' bezeichnete. Lando Norris wurde Zweiter, wobei sein Teamkollege Oscar Piastri geteiltes Feedback gab. Norris, der amtierende Champion, nannte es einen 'kleinen Schritt in die richtige Richtung', sagte aber, dass Fahrer immer noch dafür 'bestraft' würden, wenn sie am Limit führen. 'Man kann immer noch nicht überall Vollgas fahren', sagte Norris nach dem Rennen. Piastri merkte an, dass die Senkung des Rückgewinnungslimits dem Qualifying geholfen habe, die Rennen aber unverändert blieben. Er warnte vor enormen Unterschieden bei den Geschwindigkeiten, die das Verteidigen 'unglaublich schwierig' machten, und erinnerte damit an die Probleme bei Oliver Bearmans Unfall in Japan. Leclerc erkannte leichte Verbesserungen an: 'Es war ein Schritt in die richtige Richtung', auch wenn sich die Zweikämpfe nicht massiv verändert hätten. Max Verstappen, ein lautstarker Kritiker, der die Regeln als 'Formel E auf Steroiden' bezeichnete, blieb unzufrieden: 'Es ist immer noch nicht so, wie ich es mir wünschen würde. Je schneller man durch die Kurven fährt, desto langsamer ist man auf der nächsten Geraden.' Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobte das 'spektakuläre' Rennen als 'großartige Werbung' für die F1 und forderte Kritiker auf, sich zu 'verstecken'. Andere Fahrer wie Sergio Perez von Cadillac und Gabriel Bortoleto von Audi sahen darin Fortschritte, trotz Rundenzeiten, die 1,5 Sekunden langsamer waren als 2025. Piastri lobte die Zusammenarbeit zwischen FIA und F1, forderte aber künftige Anpassungen. Die FIA prüft Berichten zufolge die Motorregeln für 2027, wobei eine potenzielle Reduzierung der elektrischen Abhängigkeit im Raum steht und eine Entscheidung bis Mitte Mai erwartet wird.