FIA nimmt vor dem Großen Preis von Miami Anpassungen am F1-Reglement 2026 vor

Die FIA hat im Vorfeld des Großen Preises von Miami gezielte Anpassungen am Formel-1-Reglement für 2026 angekündigt, um auf Bedenken aus den ersten drei Saisonrennen zu reagieren. Die Änderungen konzentrieren sich auf die Leistung im Qualifying, Sicherheitsaspekte wie Geschwindigkeitsunterschiede sowie auf Startprozeduren. Die Offiziellen reduzierten das Limit für die Energierückgewinnung pro Runde von 8 MJ auf 7 MJ und erhöhten das Super-Clipping von 250 kW auf 350 kW.

Der Weltverband reagierte damit auf Rückmeldungen nach den Rennen in Bahrain, Saudi-Arabien und Suzuka, bei denen die Fahrer im Qualifying mit einem starken Energiemanagement konfrontiert waren, was Runden bei voller Leistungsabgabe verhinderte. Sicherheitsbedenken ergaben sich aus Zwischenfällen wie dem Unfall in Suzuka zwischen den Piloten Oliver Bearman (Haas) und Franco Colapinto, die große Geschwindigkeitsunterschiede verdeutlichten. Die Modifikationen der Startprozedur zielen darauf ab, das Unfallrisiko zu Beginn der Rennen zu senken. Es wurden keine grundlegenden Überarbeitungen vorgenommen, da sich die Verantwortlichen der Formel 1 trotz der Kritik von Fahrern und Fans in den sozialen Medien mit der allgemeinen Qualität der Rennen zufrieden zeigten. Unter anderem hatte Max Verstappen die Regeln laut Berichten von Motorsport.com als 'Formel E auf Steroiden' bezeichnet. Die am Montag bestätigten Anpassungen treten nach einer Pause im April beim Großen Preis von Miami in Kraft. FIA-Funktionäre betonten, dass die Änderungen ein Qualifying mit voller Leistung fördern und gleichzeitig die Sicherheit in den Vordergrund stellen. Formel-E-CEO Jeff Dodds lobte die schnelle Reaktion als 'sehr starkes Zeichen für den Motorsport' und merkte an, dass die Erfahrungen der Formel E mit Batteriemanagement und Rekuperation den F1-Teams durch Testfahrer wie Nyck de Vries und Nick Cassidy geholfen hätten. Die Anpassungen sollen inmitten der laufenden Gespräche zwischen den Teams, der FIA und der Formel 1 die Anforderungen der Elektrifizierung mit spannendem Rennsport in Einklang bringen.

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