Audi markierte seinen Einstieg in die Formel 1 mit einer Punkteplatzierung beim Großen Preis von Australien 2026, als Gabriel Bortoleto den neunten Platz sicherte. Trotz technischer Probleme, die Teamkollege Nico Hulkenberg außer Gefecht setzten, äußerte das Team Zuversicht, die anfänglichen Powertrain-Probleme zu überwinden. Teamchef Jonathan Wheatley bezeichnete das Ergebnis als historischen Moment.
Audis erstes Rennen in der Formel 1 fand beim Großen Preis von Australien in Melbourne statt, wo der deutsche Hersteller, der das ehemalige Sauber-Team übernommen hat, sein hauseigenes R26-Auto einsetzte, angetrieben von einem neuen Hybrid-V6-Motor, der in der Neuburg-Anlage entwickelt wurde. Gabriel Bortoleto startete von Platz 10 auf der Startaufstellung und fuhr mit einer Zweistoppstrategie als Neunter ins Ziel, womit er die ersten Punkte für das Team holte. Das Wochenende zeigte jedoch anfängliche Schwächen im Powertrain, insbesondere auf der leistungsempfindlichen Albert-Park-Strecke. Bortoleto hatte mechanische Probleme, die ihn während des Q3-Qualifyings in die Box zwangen, während Hulkenberg nach einem Telemetrieausfall seines Wagens auf dem Weg zum Grid nicht an den Start gehen konnte. Diese Probleme folgten auf Anfangsschwierigkeiten bei einem Shakedown in Barcelona, die das Team größtenteils vor den Tests in Bahrain behoben hat. Bortoleto bleibt optimistisch bezüglich des Potenzials des Motors und sagte: „I have no doubt... I have full confidence that we're gonna be one of the top engine manufacturers in the future.“ Er würdigte die Herausforderungen und bemerkte: „There are teams doing this for 15 years, and we are in the first year of building an engine, so it's not easy.“ Teamchef Jonathan Wheatley, ehemals bei Red Bull, feierte die Leistung als „historic moment“ und lobte Bortoleto's Arbeitsmoral, wobei er seine intensiven Simulator-Sessions im Januar erwähnte. Wheatley betonte das frühe Stadium der 2026er-Regularien und sagte: „We're at the very early stages of this set of technical regulations... As the cars get more sophisticated, the engines become more efficient and the racing becomes closer.“ Die neuen Regeln umfassen das Additional Development and Upgrade Opportunities (ADUO)-System, das rückliegenden Herstellern Motor-Upgrades ermöglicht, die alle sechs Rennen bewertet werden. Audi als einziger Nutzer seiner Power Unit verfügt über keine Kundendaten, plant aber, von Konkurrenten zu lernen. Das sechste Rennen steht für den 3. Mai in Miami an, obwohl potenzielle Kalenderänderungen durch Konflikte im Nahen Osten die Upgrade-Zeitpläne beeinflussen könnten.