Das Team, einst als Kick Sauber bekannt, wechselt zu Audi für die Formel-1-Saison 2026 und behält seine Fahrerpaarung inmitten zunehmender Dynamik bei. Nach einem neunten Platz 2025 will Audi den jüngsten Fortschritt mit erfahrenen Kräften und neuem Talent ausbauen. Das Debüt des deutschen Herstellers als vollwertiges Werksteam legt den Grundstein für ambitionierte langfristige Ziele.
Der Einstieg von Audi in die Formel 1 markiert ein neues Kapitel für das Team, das zuvor als Kick Sauber bekannt war und die Saison 2025 auf dem neunten Platz im Team-Weltcup mit 70 Punkten abschloss – nur neun Zähler hinter dem achten Haas. Dies folgte auf ein desaströses 2024, in dem das Team nur einen Punkt holte, doch 2025 brachte deutliche Verbesserungen. Nico Hulkenberg punktete früh im chaotischen Saisonauftakt in Australien, und das Team fand Mitte der Saison seinen Rhythmus, gekrönt durch Hulkenbergs erstes Podium bei seinem 239. Rennen beim Großen Preis von Großbritannien in Silverstone. Die Fahrerpaarung bleibt für 2026 unverändert, wobei Hulkenberg – in seiner 13. Vollzeit-Saison mit 622 Karrierepunkten, einem Pole-Position und 251 Starts – mit dem Rookie-Talent Gabriel Bortoleto zusammenarbeitet. Der Brasilianer, frisch von Doppeltiteln in F2 und F3, erzielte 2025 in fünf Rennen 19 Punkte, darunter Platz sechs in Ungarn und Platz acht in Österreich, wo das Team Doppelpunkte holte. Teamchef Jonathan Wheatley, der die Rolle im April 2025 übernahm, nannte das Jahr „außergewöhnlich“ und sagte: „Der Fortschritt dieses Teams in diesem Jahr ist signifikant und gibt uns echten Schwung für 2026.“ Die Wurzeln von Sauber reichen bis 1970 zurück, der Einstieg in die F1 erfolgte 1993 nach Erfolgen im Bergfahren und Ausdauerrennsport, einschließlich eines Le-Mans-Siegs als Mercedes-Werksteam. Partnerschaften entwickelten sich von BMW Sauber (2006–2009), das mit Robert Kubicas Sieg beim Großen Preis von Kanada 2008 und einem 1-2 mit Nick Heidfeld seinen Höhepunkt erreichte, zu Alfa Romeo (2019–2023) und Kick Sauber (2024–2025). Nun bringt der Werkseinstieg von Audi Motoren aus Neuburg in Deutschland, Chassis aus Hinwil in der Schweiz und ein Technikzentrum in Bicester im Vereinigten Königreich mit. Audi zielt unter den neuen Regeln 2026 auf stetiges Wachstum ab. Projektleiter Mattia Binotto strebt einen WM-Titel bis 2030 an, während Wheatley von „sehr realistischen Zielen“ spricht, um den Schwung zu halten und bis Ende des Jahrzehnts zu Konkurrenten aufzusteigen.