Audi ist das erste Formel-1-Team, das sein 2026er-Auto auf der Strecke getestet hat, und hebt einen aggressiveren Motorensound hervor, der das Fan-Erlebnis verbessern könnte. Teamchef Jonathan Wheatley beschrieb den Klang während der Präsentation in Berlin als „really good“. Fahrer Gabriel Bortoleto und Nico Hülkenberg äußerten sich ebenfalls positiv zu den ersten Eindrücken von den neuen Power Units.
Audi hat seinen Formel-1-Challenger für 2026, den R26, bei einer Präsentation in Berlin vorgestellt und damit den Einstieg des Teams als vollwertiges Werksteam markiert. Die Veranstaltung bot die ersten Einblicke auf der Strecke in die neuen Power Units, die in der kommenden Saison debütieren und ein nahezu 50:50-Verhältnis zwischen Verbrennungsmotor und elektrischer Leistung aufweisen. Dieser Wechsel erhöht die Abhängigkeit von elektrischer Energie im Vergleich zur aktuellen Hybrid-Ära, die von Fahrern und Fans wegen des gedämpften Motorenklangs kritisiert wurde. Bei einem Shakedown-Test zeichnete Audi den Klang seines V6-Motors auf, ohne die MGU-H-Komponente, die zuvor Energie aus der Abgaswärme zurückgewann. Die Entfernung dieses Teils, das die Abgasakustik beeinflusst, trägt offenbar zu einem kräftigeren Ton bei. Teamchef Jonathan Wheatley äußerte sich begeistert gegenüber Reportern: „One thing I would say that was evident from our shakedown... the engine sounds really good. This generation of engine... sounds more aggressive.“ Fahrer Gabriel Bortoleto, der brasilianische Neuling, spürte eine emotionale Verbindung, als er das Auto anwarf: „It feels nicer than last year, for sure. When you are driving, you are focusing on driving, but definitely when I turned on the car and I left the garage, it felt like, I definitely got emotional there. I was like, ‘Oh, that's an incredible moment, this is going to be history‘.“ Sein Teamkollege Nico Hülkenberg stellte einen Unterschied fest, wollte aber noch kein endgültiges Urteil fällen: Die neuen Power Units klingen „a bit different“, und er wartet auf umfassendere Tests ab. Audi gesellt sich zu Mercedes, Ferrari, Honda und Red Bull-Ford als einer von fünf Power-Unit-Lieferanten für 2026. Teaser anderer Hersteller, einschließlich Ferrari’s On-Track-Lauf auf Silverstone via Cadillac, deuten auf eine allgemeine Verbesserung der Motorenhörbarkeit im Feld hin.