Die Gewerkschaft CGT bei Argedis, einer TotalEnergies-Tochtergesellschaft, die rund 200 Tankstellen betreibt, hat kurz vor Beginn der Ferienreisen in der Île-de-France für Freitag zu einem Streik aufgerufen. Die Gewerkschaft fordert angesichts steigender Preise einen Zuschuss für Kraftstoffkosten. Das Management wollte sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht äußern.
Die CGT bei Argedis, die etwa 200 TotalEnergies-Tankstellen, unter anderem an Autobahnen, betreibt, hat die Mitarbeiter zu einem Streik am Freitag aufgerufen. Die Arbeitskampfmaßnahme findet vor dem Hintergrund stark gestiegener Kraftstoffpreise statt, die seit Beginn des Nahostkonflikts Ende Februar angezogen haben. „Treibstoff ist sehr teuer geworden, daher haben wir Total um Unterstützung gebeten, aber sie haben abgelehnt. Wir haben versucht zu verhandeln, aber nichts hat funktioniert, deshalb streiken wir morgen“, sagte Djamila, eine CGT-Gewerkschaftsdelegierte, gegenüber AFP. In den jüngsten Gesprächen bot das Management einen Kraftstoffbonus von 15 bis 40 Euro pro Monat je nach Pendelstrecke an, was von der Gewerkschaft als „Peanuts“ abgetan wurde. Die CGT ruft zu „Blockaden“ der Tankstellen auf und verweist auf die zusätzliche Arbeitsbelastung durch die Preisobergrenzen von TotalEnergies, die zahlreiche Autofahrer anlocken. Für fast 80 % der Argedis-Mitarbeiter belaufen sich die monatlichen Kraftstoffkosten auf 400 Euro bei einem Nettogehalt von 1.600 Euro, was die CGT als „finanziell unhaltbar“ bezeichnet. Argedis befindet sich zu 100 % im Besitz von TotalEnergies, das in Frankreich insgesamt 3.300 Tankstellen betreibt. Das Management lehnte eine Stellungnahme auf Anfrage ab.