Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Damon Hill hat die Entscheidung der FIA, Valtteri Bottas eine Startplatzstrafe aus einem Vorfall von 2024 für sein Debüt 2026 mit Cadillac aufzuerlegen, als „lächerlich“ bezeichnet. Die Strafe resultiert aus einer Kollision in Abu Dhabi und wird übertragen, weil Bottas 2025 nicht gerast ist. Dadurch startet der Finne beim Großen Preis von Australien fünf Plätze weiter hinten, trotz einer kürzlichen Regeländerung, die solche Übertragungen künftig verhindert.
Valtteri Bottas wird seinen Vollzeit-Rückkehr in die Formel 1 mit einem Rückschlag antreten, da eine Fünf-Plätze-Startplatzstrafe vom Großen Preis von Abu Dhabi 2024 auf das Saisonopening 2026 in Melbourne übertragen wird. Der Vorfall umfasste eine Kollision mit Kevin Magnussen, während Bottas für Sauber fuhr, doch er pausierte die Saison 2025 als Reservefahrer bei Mercedes und ließ die Sanktion so ungesühnt. Damon Hill, der F1-Weltmeister von 1996 und ehemaliger Williams-Fahrer, reagierte scharf in seinen Instagram Stories und postete einfach: „How ridiculous.“ Seine Kritik beleuchtet die Frustration über Regeln, die Strafen über Saisons hinweg wirken lassen, besonders bei Fahrern, die zu einem neuen Team wie Cadillac wechseln, das als 11. Team erstmals seit einem Jahrzehnt antritt. Die FIA hat vor 2026 eine Änderung der Sporting Regulations eingeführt, die vorschreibt, dass ungesühnte Strafen älter als 12 Monate aus der Fahrerakte gestrichen werden. Diese Neuregelung gilt jedoch nicht rückwirkend für Bottas’ Fall. Ein FIA-Sprecher erläuterte: „Aktuell bleibt die Strafe bestehen, da kein Mechanismus existiert, um die nach den damaligen Regeln verhängte Strafe rückwirkend zu ändern.“ Die Aktualisierung soll künftige Fälle vermeiden. Bottas wird bei Cadillac mit Sergio Perez zusammenarbeiten, wobei der Mexikaner bereits das erste On-Track-Shakedown des Teams in Silverstone absolviert hat. Die Strafe wirkt besonders schmerzlich angesichts von Bottas’ Erfolgen auf dem Albert Park, wo er 2019 den Großen Preis von Australien dominierend gewann. Diese Eigenart unterstreicht anhaltende Debatten um Fairness im Regelwerk der F1, während der Sport eine neue Ära mit mehr Teams und überarbeiteten Vorschriften betritt.