Ehemalige Formel-1-Fahrer Karun Chandhok und Ivan Capelli haben Bedenken über die Verzögerung von Ferrari bei der Benennung von Lewis Hamiltons neuem Renningenieur vor der Saison 2026 geäußert. Der siebenfache Champion arbeitet derzeit mit einem Interingenieur während der Barcelona-Tests, nach einem schwierigen Debütjahr beim Team. Diese Situation wirft Fragen zur Teambereitschaft und Fahrerintegration auf.
Lewis Hamiltons Wechsel zu Ferrari war von Herausforderungen geprägt, einschließlich einer schwierigen Saison 2025, in der er einen Sprint-Sieg in China holte, aber in keinem Grand Prix auf das Podest fuhr. Spannungen zwischen Hamilton und seinem damaligen Renningenieur Riccardo Adami waren während der Übertragungen offensichtlich, was Ferrari im Januar 2026 dazu brachte, zu bestätigen, dass Adami in eine andere Rolle wechselt. Ein fester Ersatz für die kommende Saison wurde noch nicht angekündigt. Während des Barcelona-Shakedowns für das 2026er Auto diese Woche wurde Hamilton von Bryan Bozzi betreut, der normalerweise mit Teamkollege Charles Leclerc arbeitet. Die Tests fanden am Dienstag unter nassen Bedingungen statt, wobei Hamilton seine ersten sinnvollen Runden absolvierte. Er blieb vorsichtig, aber optimistisch und sagte: „Wir hatten keine großen Probleme, und das gibt uns eine gute Basis, um in den nächsten zwei Tagen weiterzulernen und aufzubauen.“ Er fügte hinzu: „Ich will noch nicht zu viel sagen, weil es schwer zu beurteilen ist. Ich habe nur im Regen gefahren, und es gibt viel weniger Abtrieb als letztes Jahr.“ Die Verzögerung hat bei Experten Alarm ausgelöst. Karun Chandhok sprach bei Sky Sports F1 über die entscheidende Bindung zwischen Fahrer und Renningenieur: „Diese Beziehung zwischen Fahrer und Renningenieur ist so, so wichtig. Das Feedback vom Fahrer zu bekommen, aus meiner Erfahrung, eine gute Ingenieur-Fahrer-Beziehung sind die unausgesprochenen Dinge.“ Er äußerte Verwunderung über das Fehlen von Winter-Bindung und schlug verpasste Chancen wie Simulator-Sessions oder TPC-Ausfahrten (Testing of Previous Car) vor, um den neuen Ingenieur ins Team einzubinden. Ivan Capelli nannte die Situation in einem Interview mit Sky Italia ungewöhnlich: „Ich finde es seltsam, dass sein Renningenieur, der Riccardo Adami ersetzt, noch nicht benannt wurde. Es könnte eine Frage der Zeit sein, aber einige Dinge müssen im Voraus angekündigt werden.“ Spekulationen deuten auf Kandidaten wie Performance-Ingenieur Luca Diella oder McLarens Cedric-Michel Grosjean hin, der im Gartenurlaub ist, aber keine vorherige Erfahrung als Renningenieur in der F1 hat. Ferrari hat keine Details bestätigt und lässt Fragen zur Pitwall-Struktur von Hamilton offen, während das Team auf Wettbewerbsfähigkeit 2026 hinarbeitet.