Davin Malasarn enthüllt buddhistische Teufelsaustreibung als Inspiration für seinen Roman

Der Autor Davin Malasarn ließ sich für seinen Debütroman „The Outer Country“ von einer persönlichen Erfahrung inspirieren: einer buddhistischen Teufelsaustreibung, der er sich als Kind unterziehen musste. Das heute bei One World erschienene Buch beleuchtet das Ereignis aus der Perspektive von vier Familienmitgliedern. Malasarn erzählt, wie seine Tante das Ritual arrangierte, weil sie vermutete, dass er schwul sei.

Davin Malasarns Roman „The Outer Country“, der heute bei One World veröffentlicht wurde, basiert auf einem buddhistischen Exorzismus, den er als Kind selbst erlebt hat. Eines Nachts, als seine Mutter verreist war, besuchte ein Mönch das Haus seiner Familie. Seine Tante und sein Vater wiesen ihn an, den Anweisungen des Mönchs zu folgen, die unter anderem Gesänge und geweihtes Wasser beinhalteten – dies geschah aus Sorge über sein Verhalten, zu dem auch gehörte, dass er sich wie ein Mädchen kleidete. Malasarn beschreibt die Angst, die er während des Rituals empfand, das seine Tante arrangiert hatte, weil sie glaubte, es würde einen weiblichen Geist aus seinem Körper vertreiben. Inhaltlicher Hinweis: Die Geschichte enthält Themen wie Homophobie und Praktiken, die einer Konversionstherapie ähneln. Malasarn dazu: „Die Tante – diese Figur sieht sich selbst nicht als Bösewicht. Sie tut, was sie für richtig hält. Sie handelt aus Liebe. Die Ereignisse aus diesem Blickwinkel zu betrachten, machte mich ihr gegenüber viel verständnisvoller, trotz des Schadens, den sie anrichtet. Es machte mich verständnisvoller gegenüber meiner eigenen Tante.“ Er schrieb den ersten Entwurf von „The Outer Country“ während seiner Zeit bei den Bennington Writing Seminars unter der Leitung der Autorin Jill McCorkle. Sie ermutigte ihn, zu experimentieren, woraufhin er die Geschichte aus der Sicht der Mutter neu verfasste. Diese wusste nichts von der Zeremonie, stellte jedoch fest, dass ihr Sohn in den folgenden Tagen auf mysteriöse Weise erkrankte. Dies führte zu einem Zerwürfnis zwischen den Schwestern; die eine hütete ein Geheimnis, während die andere mit den Folgen zu kämpfen hatte. Malasarn war fasziniert von dieser Dimension und der Kraft des Schweigens, die zwei Menschen entfremdet. Er erzählte die Geschichte weiter aus der Sicht des Jungen und schließlich aus der des Vaters. Mit jeder neuen Version des Buches erkannte er, wie viele verschiedene Interpretationen des Geschehens existierten. Er begriff, dass niemand für sich beanspruchen konnte, die ganze Wahrheit zu kennen, doch das Zusammenführen dieser Versionen ergab ein vollständigeres Bild. Wie Allen Ginsberg sagte: „Ich glaube nicht, dass es eine absolute Wahrheit gibt. Es gibt nur Sichtweisen.“ Sein Debütroman „The Outer Country“ basiert auf seinem tatsächlichen Erlebnis – oder zumindest so weit, wie er es rekonstruieren konnte. Doch das Schreiben eines Berichts aus der Ich-Perspektive bot nicht das Potenzial zur Entdeckung, das er für seine Arbeit benötigte. Um diese Familiengeschichte zu erzählen, musste er aus sich heraustreten und in jeden der Charaktere schlüpfen. Wenn Ginsberg recht hat und es keine Wahrheit gibt, so konnte Malasarn zumindest vier verschiedene Möglichkeiten aufzeigen. Ursprünglich schrieb Malasarn die Geschichte aus der Sicht seiner Tante und stellte dar, wie sie aus Liebe handelte, trotz des Schadens, den sie damit anrichtete. Er stellte fest, dass ihn diese Perspektive versöhnlicher gegenüber ihrem realen Vorbild stimmte. Jill McCorkle ermutigte ihn zu weiteren Experimenten, was zu Versionen aus der Perspektive der Mutter, des Jungen und des Vaters führte. Die Mutter, die nichts von der Zeremonie wusste, bemerkte, wie ihr Sohn danach auf mysteriöse Weise krank wurde, was die Beziehung zu ihrer Schwester belastete. Malasarn merkt an, dass die Kombination dieser Blickwinkel ein umfassenderes Bild ergibt und greift damit Allen Ginsbergs Idee auf, dass es keine absolute Wahrheit, sondern nur Sichtweisen gibt.

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