Delhi High Court fordert regulatorischen Rahmen für Journalisten

Der Delhi High Court hat einen regulatorischen Rahmen gefordert, um Pressefreiheit und berufliche Verantwortlichkeit in Einklang zu bringen. Richter Girish Kathpalia äußerte diese Ansicht bei der Gewährung von Kaution in einem Körperverletzungsfall, in den freiberufliche Reporter verwickelt waren.

Am 16. Juli 2026 gewährte Richter Girish Kathpalia zwei Beschuldigten Kaution, die wegen eines Angriffs auf zwei für einen YouTube-Kanal arbeitende freiberufliche Reporter angeklagt waren. Der Vorfall ereignete sich am 4. Juli 2025 an einer nicht genehmigten Kultstätte im Gebiet Seemapuri in Delhi, wo die Reporter Videoaufnahmen machten.

Das Gericht stellte fest, dass die Reporter keiner akkreditierten Nachrichtenorganisation angehörten. Es merkte an, dass heutzutage jeder mit einem Mobiltelefon und einem Mikrofon sich ohne Ausbildung oder Rechenschaftspflicht zum Reporter erklären könne.

Richter Kathpalia erklärte, dass die Pressefreiheit geschützt werden müsse, sie jedoch keinen Schutz für unverantwortlichen Journalismus oder Handlungen bieten könne, die die öffentliche Ordnung gefährden. Er fügte hinzu, dass die Legislative einen regulatorischen Rahmen in Betracht ziehen sollte, um ethische Standards und den Respekt gegenüber den Rechten der Bürger sicherzustellen.

Die Staatsanwaltschaft hatte argumentiert, der Angriff komme einem Anschlag auf die Pressefreiheit gleich. Der Richter bemerkte, dass die Reporter die örtliche Polizei nicht vor ihren Aufnahmen informiert hätten, obwohl dies den Angriff nicht rechtfertige.

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