Zwei anonyme Entwickler von Pearl Abyss behaupten, dass die Entwicklung von Crimson Desert unter schlechtem Management und Feature-Überladung litt. Die auf dem Forum Blind geteilten Vorwürfe beschreiben eine umgekehrte Hierarchie und Führungskräfte, die abweichende Meinungen ignorieren. Die Beiträge haben in den sozialen Medien Südkoreas für Aufsehen gesorgt.
Zwei Entwickler von Pearl Abyss, die anonym auf Blind – einer Plattform, die eine Identitätsprüfung erfordert – posteten, haben einen chaotischen Entwicklungsprozess für Crimson Desert beschrieben. Die Behauptungen, die aus dem Koreanischen maschinell übersetzt wurden, heben ein Umfeld hervor, das durch eine 'umgekehrte Management-Hierarchie' mit mehr Führungskräften als regulären Mitarbeitern gekennzeichnet sei, so einer der Verfasser, der angab, lange Teil des Teams gewesen zu sein und das Unternehmen inzwischen verlassen zu haben. Sie erklärten: 'Das Management erkennt niemanden an, der nicht genau ihre Denkweise teilt. Sie loben ihre eigene Arbeit nur als 'großartig' und wann immer sie eine Referenz von hier oder da sehen, die gut aussieht, fügen sie sie einfach hinzu.' Dies führte zu dem, was sie als 'ein Sammelsurium zusammengepferchter Funktionen' bezeichneten, was in einem unübersichtlichen Steuerungslayout und einem 'unvermeidlich' schlechten Ergebnis resultierte. Der zweite Beitrag merkte an, dass das Spiel 'ursprünglich nicht so war', wobei die Geschichte erst 'kurz vor der Veröffentlichung' fertiggestellt wurde. Es wurde behauptet, dass ein Regisseur in einem Machtkampf verdrängt und durch einen General Manager mit künstlerischem Hintergrund ersetzt wurde, der die bisherige Arbeit über den Haufen warf und Führungskräfte zu 'folgsamen Untergebenen' machte. Zu den konkreten Beispielen gehörte das Hinzufügen einer 'Himmelsinsel' nach der Veröffentlichung von The Legend of Zelda: Tears of the Kingdom, wobei Systeme aus anderen Spielen übernommen wurden, ohne deren Zweck zu verstehen. Die Entwickler sagten, Kollegen hätten die Probleme erkannt, sich aber nicht getraut, sie anzusprechen. Die Rezensionen nach der Veröffentlichung spiegelten die internen Beschwerden wider und wurden als 'bittersüß' empfunden. Einer erwartete, dass die Schuld auf Einzelpersonen abgewälzt würde. Die Beiträge gingen in den sozialen Medien Südkoreas viral und wurden von anderen Entwicklern, die mit dem Studio vertraut sind, bestätigt. Eurogamer hat Pearl Abyss um eine Stellungnahme gebeten. Unabhängig davon gab das Unternehmen zu, experimentelle KI-Tools für visuelle 2D-Requisiten in der Frühphase eingesetzt zu haben, plant jedoch, diese vor der Veröffentlichung zu ersetzen.