Lance Stroll wird an diesem Wochenende beim Saisonauftakt des GT World Challenge Europe Endurance Cup in Le Castellet antreten und für Comtoyou Racing an der Seite von Roberto Merhi und Mari Boya fahren. Der Aston-Martin-F1-Pilot nannte den schwachen Saisonstart seines Teams als Grund für den überraschenden Einsatz. Stroll sieht in dem offeneren GT3-Feld eine echte Siegchance.
Lance Stroll, der kanadische Formel-1-Pilot von Aston Martin, steht vor einem seltenen Sportwagen-Einsatz in Le Castellet in Frankreich. Er wird einen Aston Martin Vantage GT3 Evo von Comtoyou Racing in der Pro-Klasse beim Saisonauftakt 2026 des GT World Challenge Europe Endurance Cup steuern. Dies ist sein dritter bedeutender Langstreckeneinsatz nach zwei Teilnahmen an den 24 Stunden von Daytona in den 2010er Jahren. Der Start füllt eine unerwartete Lücke im Formel-1-Kalender nach der Absage der Rennen in Bahrain und Saudi-Arabien, die eine fünfwöchige Pause zur Folge hatte. Stroll organisierte den Deal innerhalb von etwa einer Woche mit Comtoyou-Teambesitzer Jean-Michel Baert, eine Idee, die bei Abendessen während des Großen Preises von Japan vom 27. bis 29. März entstand. Die Formel-1-Saison von Aston Martin verläuft bisher katastrophal: Stroll konnte in den ersten drei Saisonrennen keine einzige Zielankunft verbuchen, und auch Teamkollege Fernando Alonso blieb ohne Punkte. Das Team kämpft mit Problemen bei Leistung, Zuverlässigkeit und einer von Vibrationen geplagten Honda-Antriebseinheit, trotz hoher Investitionen und der Verpflichtung von Adrian Newey. 'Wir haben dieses Jahr kein besonders wettbewerbsfähiges Auto', sagte Stroll. 'Es war die Idee, mal etwas anderes zu machen – eine andere Denkweise während der Pause zu finden.' In dem 59 Fahrzeuge umfassenden Starterfeld mit 18 Pro-Teams glaubt Stroll an einen möglichen Sieg. 'In der Formel 1 hat man nicht immer die Chance zu gewinnen. Hier... wenn alles zusammenpasst... ist ein Sieg möglich', erklärte er. Stroll besprach die GT-Pläne in Suzuka mit Max Verstappen und zeigte sich offen für weitere solcher Rennen, sofern er sich körperlich und mental gut fühle.