Aston Martin wird die Laufleistung seiner Fahrer beim Großen Preis von Australien 2026 erheblich einschränken, da intensive Chassis-Vibrationen vom Honda-Antrieb permanentes Nervenschaden riskieren. Fernando Alonso ist auf 25 Runden beschränkt und Lance Stroll auf 15 Runden, wobei das Team trotz nach Pre-Season-Problemen implementierter Gegenmaßnahmen frühe Ausfälle erwartet.
Aston Martin hat bei einer Pressekonferenz am 5. März in Melbourne vor dem Saisonauftakt der Formel-1-Saison 2026 auf dem Albert Park in Australien große Herausforderungen offenbart. Teamchef Adrian Newey erläuterte unerwartete Vibrationen vom Honda-Power-Unit, die während der Pre-Season-Tests in Bahrain batteriebezogene Komponenten beschädigt haben, wodurch das Team erhebliche Kilometer verpasst und als eines der schwächeren Teams am Feld antritt. Dyno-getestete Lösungen haben die Vibrationen zur Batterie reduziert, doch das steife Carbon-Chassis fungiert als „Empfänger“ für verstärkte Schwingungen vom Motor und möglicherweise vom MGU-K, was zu Ausfällen wie abfallenden Spiegeln und Rückleuchten führt. Kritisch werden die Vibrationen auf Hände und Füße der Fahrer übertragen und verursachen Taubheitsgefühle und Schmerzen. Alonso beschrieb, sich nach 20-25 Minuten „ein bisschen taub“ zu fühlen, und verglich das Überschreiten der Limits mit einem Risiko für permanenten Nervenschaden, ergänzte jedoch herausfordernd: „Wenn wir um den Sieg kämpfen würden, könnten wir drei Stunden im Auto bleiben. Das Adrenalin ist viel höher als jeder Schmerz.“ Stroll verglich es mit „Elektrokution auf einem Stuhl“ und setzte seine Grenze bei 15 Runden. Newey schätzte das Chassis als das fünfschnellste am Feld ein, etwa 0,75 bis eine Sekunde hinter den Führenden, doch geringe Motorleistung erschwert das Energiemanagement unter den neuen Regularien. Honda-Racing-Corporation-Präsident Koji Watanabe bestätigte das „unerwartete“ Problem, das den Betrieb bei maximaler Drehzahl verhindert, wobei die Ursache trotz in Japan getesteter Gegenmaßnahmen ungeklärt bleibt. Das Team plant strenge Beschränkungen für das 58-Runden-Rennen, um Sicherheit und Daten zu priorisieren, und erwartet frühe Ausfälle beider Fahrzeuge. Trotz Rückschläge äußerte Alonso „100-prozentiges Vertrauen“ in Honda – unter Verweis auf dessen Erfolge bei Red Bull – sowie Optimismus für Verbesserungen seit Bahrain. Newey betonte die aggressive Weiterentwicklung des Teams und das „riesige Potenzial“. In einem leichten Moment bei der FIA-Pressekonferenz witzelte Reservefahrer Valtteri Bottas, Alonso, Stroll und George Russell seien seine Meisterschaftsfavoriten, und stichelte über Aston Martins Misere.