Kommunikationsminister Solly Malatsi hat den Vorstand der State Information Technology Agency (SITA) angewiesen, innerhalb von 30 Werktagen einen Sanierungsplan sowie eine Datenbank für das Beschaffungswesen vorzulegen, nachdem ein Bericht über Governance-Defizite veröffentlicht wurde.
Der am 6. Juli 2026 von Malatsi und dem Vorsitzenden der Public Service Commission, Prof. Somadoda Fikeni, veröffentlichte Bericht untersuchte die Abläufe bei der SITA im Zeitraum von 2020 bis 2025. Er identifizierte systemische Probleme in der Governance, im Beschaffungswesen und in der Verwaltung, die über vier Jahre hinweg zu irregulären Ausgaben in Höhe von 2,07 Milliarden Rand und zu sinkenden Leistungszielen beigetragen haben. Die SITA verzeichnete in 25 Jahren 23 Wechsel an der Spitze des Unternehmens, wobei die Erfolgsquoten bei der Zielerreichung von 76 Prozent im Geschäftsjahr 2016/17 auf 42,86 Prozent im Jahr 2024/25 fielen. Bis 2026 wies die Agentur 529 offene Beschaffungsvorgänge auf, von denen einige im Durchschnitt mehr als 400 Tage in Bearbeitung waren, während die Kundenzufriedenheit bei 48 Prozent lag. Der Minister forderte zudem innerhalb von 60 Werktagen einen formellen Plan zur Verbesserung der Aktenverwaltung und der Rechenschaftspflicht der Führungskräfte sowie vierteljährliche Berichte zu den Durchlaufzeiten in der Lieferkette. Eine umfassendere Überprüfung des SITA-Mandats durch das Ministerium für Kommunikation und digitale Technologien sowie andere Gremien ist bereits im Gange.