Gastronomen wehren sich gegen geplante Reform der Essensgutscheine

Handelsminister Serge Papin kündigte am 4. April an, dass Essensgutscheine künftig auch sonntags genutzt werden könnten, und bestätigte zugleich deren dauerhafte Verwendung in Supermärkten. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll bis zum Sommer vorgelegt werden, was bei Vertretern traditioneller Restaurants für Unmut sorgt. Sie kritisieren die Umwandlung der Gutscheine in allgemeine Lebensmittelgutscheine.

Handelsminister Serge Papin stellte am Samstag, dem 4. April, Maßnahmen zu Essensgutscheinen vor, die deren Nutzung an Sonntagen erlauben und die seit 2022 geltende Ausnahmeregelung für die Akzeptanz in Supermärkten dauerhaft festschreiben. Ein Gesetz zur Formalisierung dieser Änderungen soll bis zum Sommer eingebracht werden.

Franck Chaumès, nationaler Präsident des Gastronomieverbandes Umih, erklärte: „Wir machen unsere Branche kaputt.“ Frank Delvau, Präsident der Umih Paris Île-de-France, sagte gegenüber Le Figaro: „Die eigentliche Maßnahme besteht darin, dass der Essensgutschein zu einem Lebensmittelgutschein wird“, was den Gastronomen nur noch „Brotkrumen“ übrig lasse. Laut Daten des CNTR entfielen bis Ende 2024 bereits 31,5 % der Gutscheinausgaben auf Supermärkte gegenüber 39,5 % in traditionellen Restaurants – ein Anstieg um neun Prozentpunkte seit 2022.

GHR-Präsidentin Catherine Quérard nennt dies „eine echte Ungerechtigkeit“ und betont, der Essensgutschein werde „komplett zweckentfremdet“. Die Fachleute fordern eine zweigeteilte tägliche Ausgabengrenze, die zwischen Supermärkten und traditionellen Gastronomiebetrieben unterscheidet, und weisen auf die Mehrwertsteuerdifferenz hin: 10 % in Restaurants gegenüber 5,5 % für ein Sandwich im Supermarkt.

Einige Umih-Mitglieder seien bereit, Essensgutscheine zu boykottieren, warnte Franck Chaumès. Die Branchenvertreter planen, Serge Papin um ein neues Treffen zu bitten, und sehen das Thema bereits als Zündstoff für die Präsidentschaftsdebatten 2027.

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