Der Essener Energiekonzern RWE plant den Erwerb eines weiteren großen Anteils am Stromnetzbetreiber Amprion. Ein Konsortium unter Führung der Ärzteversorgung Westfalen-Lippe will seinen Anteil verkaufen.
Zwei mit dem Vorgang vertraute Personen bestätigten dem Handelsblatt, dass RWE den Anteil kaufen möchte. Über ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem US-Vermögensverwalter Apollo hält RWE derzeit 25,1 Prozent an Amprion.
Mit dem geplanten Erwerb des 16,5-prozentigen Anteils der Ärzteversorgung würde der RWE-Besitz auf mehr als 40 Prozent steigen. Das Transaktionsvolumen liegt voraussichtlich im niedrigen einstelligen Milliardenbereich.
Amprion betreibt einen wesentlichen Teil des deutschen Stromübertragungsnetzes. Investitionen in solche Netze gelten in Deutschland als politisch relevant, da sie kritische Infrastruktur darstellen und für die Energiewende ausgebaut werden müssen.