Die Sozialdemokraten fordern eine externe Überprüfung von Premierminister Ulf Kristersson und der Regierung wegen Interessenkonflikten. Parteisekretär Tobias Baudin betont, dass alle Karten auf den Tisch gelegt werden müssen.
Hintergrund ist die Berichterstattung von Aftonbladet, wonach eine Stiftung, in deren Vorstand die Schwägerin von Kristersson sitzt, im Zuge der Frühjahrsanpassung des Haushalts erhöhte Fördermittel erhalten hat. Baudin verweist zudem darauf, dass Kristerssons Jugendfreund Henrik Landerholm zum nationalen Sicherheitsberater ernannt wurde. Er stellt die Frage, ob es noch weitere Entscheidungen gibt, bei denen Kristersson oder andere Minister in Interessenkonflikte geraten sind. Laut Baudin spielt es keine Rolle, dass Kristersson erklärt hat, nichts von der Vorstandsposition seiner Schwägerin gewusst zu haben. Er habe Entscheidungen getroffen, von denen eine Schwägerin profitiert habe, was eine offensichtliche Situation eines Interessenkonflikts darstelle, so Baudin.