Parteichefin der Centerpartei Elisabeth Thand Ringqvist setzt sich dafür ein, dass Schweden von der Krone auf den Euro umsteigt, lehnt jedoch ein neues Referendum über die Frage ab. Das Thema solle stattdessen in einem Wahlkampf zum richtigen Zeitpunkt behandelt werden, sagte sie in SVTs 30 Minuten. Sie betont die Notwendigkeit, die Sache bald zu untersuchen, um politische und wirtschaftliche Auswirkungen zu bewerten.
Elisabeth Thand Ringqvist, Parteichefin der Centerpartei, äußerte in einem Interview in der Sendung 30 Minuten von SVT ihren Wunsch, dass Schweden den Euro einführt und die schwedische Krone aufgibt. Sie macht jedoch klar, dass sie kein Referendum über die Angelegenheit wünscht, ähnlich dem von 2003, bei dem die öffentliche Meinung eurokritisch war. Thand Ringqvist meint, die Frage solle stattdessen in einem Wahlkampf «zum richtigen Zeitpunkt» diskutiert und entschieden werden. Sie betont, dass sich die Weltagenda täglich ändert und Schweden Entscheidungsmacht und Einfluss verliert, wenn das Land nicht Teil der Eurozone ist. «Es gibt sowohl politische als auch wirtschaftliche Aspekte, die man hier abwägen muss», sagt sie. Mehrere Parteien haben sich kürzlich für eine Untersuchung zum Euro geöffnet. Die Centerpartei, die Moderaten und die Christdemokraten unterstützen eine solche Untersuchung, während die Liberalen sie schon lange befürworten. Trotzdem hält die negative Einstellung zum Euro an, genau wie beim Referendum vor über 20 Jahren. Thand Ringqvist möchte, dass die Untersuchung so bald wie möglich beginnt, glaubt aber nicht, dass ein Wechsel zum Euro vor 2030 erfolgt. Ihre Position spiegelt eine breitere Debatte in der schwedischen Politik über das Verhältnis des Landes zur Währungsunion der EU wider, bei der wirtschaftliche Vorteile gegen nationale Unabhängigkeit abgewogen werden.