Max Verstappen schied beim Großen Preis von Großbritannien aus, nachdem sein Red Bull sechs Runden vor Schluss in der Stowe-Kurve einen Heckflügeldefekt erlitt. Der Vorfall folgte auf ähnliche Probleme beim Großen Preis von Österreich und verstärkte die anhaltenden Schwierigkeiten mit der Antriebseinheit und der Fahrzeugbalance.
Verstappen hatte während des gesamten Rennens mit schlechtem Handling und Problemen bei der elektrischen Energieabgabe zu kämpfen, war aber vor dem Dreher noch im Rennen um den dritten Platz. Später beschrieb er das Flügelproblem als extrem gefährlich und äußerte seinen Frust darüber, dies in zwei aufeinanderfolgenden Rennen erlebt zu haben.
Red-Bull-Teamchef Laurent Mekies zeigte Verständnis für den Ärger des Fahrers und bestätigte, dass es sich um eine andere Art von Defekt handelte als in Österreich. Er kündigte an, dass das Team das Design des rotierenden Heckflügels überprüfen werde, um weitere Vorfälle zu verhindern.
Verstappen hatte das Team nach dem Qualifying dazu gedrängt, die Antriebseinheit zu tauschen und aus der Boxengasse zu starten, doch diese Entscheidung wurde nicht getroffen. Mekies erklärte, dass ein Start aus der Boxengasse wahrscheinlich zu schlechteren Ergebnissen geführt hätte als das Rennen mit dem bestehenden Setup.
Der vierfache Weltmeister erklärte zudem, er habe wenig Interesse an Gesprächen mit der Red-Bull-Führung vor dem Großen Preis von Belgien und sehe kaum Chancen auf eine Wende im späten Saisonverlauf auf Strecken, die wenig Energie bieten.