Europas größtes Wohnungsunternehmen Vonovia hat in einer Kölner Anlage mit Unzufriedenheit von Mietern zu kämpfen. Fünf Mitarbeiter trafen sich an einem Freitagnachmittag im Juli mit sechs Bewohnern in Nippes, um auf Beschwerden einzugehen. Die Probleme betreffen vor allem die Hausverwaltung und technische Mängel.
Mieter in der Wohnanlage hatten sich zuvor an das Handelsblatt gewandt, weil sie mit der Verwaltung unzufrieden sind. Zu den Reklamationen zählen defekte Rollläden in vielen Wohnungen und fehlendes warmes Wasser in manchen Häusern. Besonders kritisiert wird die Kommunikation mit der Hausverwaltung, die als katastrophal beschrieben wird.
Vonovia zeigte sich bemüht und entsandte den Regionalleiter, Kundenservice, einen Techniker und eine Pressesprecherin. Das Unternehmen plant, mehr Immobilien von Dritten zu verwalten, um neue Wachstumsfelder zu erschließen. Solche Beschwerden treffen einen wirtschaftlich sensiblen Bereich.
Klagen gehören zum Alltag des Dax-Konzerns, doch das Beispiel aus Köln verdeutlicht Herausforderungen bei der Expansion.