Der Minister des Generalsekretariats der Präsidentschaft, Guilherme Boulos, kündigte am Dienstag (24.) eine Reihe von Maßnahmen an, um die Beziehungen zwischen digitalen Transport- und Lieferplattformen und deren Arbeitskräften zu verändern. Zu den Maßnahmen gehören Transparenzanforderungen bei der Vergütung und die Einrichtung von Anlaufstellen. Die Ankündigung reagiert auf Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen.
Guilherme Boulos, Minister des Generalsekretariats der Präsidentschaft, stellte am Dienstag (24.) ein Maßnahmenpaket für App-Fahrer und Lieferboten vor. Die wichtigste Maßnahme, die vom Nationalen Sekretariat für Verbraucherschutz (Senacon) des Ministeriums für Justiz und öffentliche Sicherheit (MJSP) herausgegeben wurde, verpflichtet Plattformen dazu, auf Rechnungen die an die Arbeitskräfte pro Dienstleistung gezahlten Beträge sowie den von den Unternehmen einbehaltenen Anteil auszuweisen. Diese Regelung wird am Mittwoch (25.) im Amtsblatt der Union (DOU) veröffentlicht. Boulos begründete die Maßnahme damit, aufzuzeigen, wohin das Geld fließt: „Alle Kunden werden wissen können, wo das Geld bleibt, das heute nicht in der Tasche des Lieferboten landet, sondern bei der großen Plattform.“
Die Regierung ist zudem eine Partnerschaft mit der Banco do Brasil Stiftung eingegangen, um 100 physische Anlaufstellen in verschiedenen Regionen des Landes einzurichten. Diese Räumlichkeiten werden Toiletten, Wasser, Umkleideräume, Essbereiche, Ruhezonen und Konnektivität bieten, um die Isolation und die körperliche Belastung, über die die Arbeitskräfte berichten, zu verringern.
Eine weitere Initiative ist die Schaffung eines Interministeriellen Komitees zur Überwachung und Umsetzung von Maßnahmen für App-Arbeiter, an dem Vertreter des Generalsekretariats sowie der Ministerien für Arbeit und Beschäftigung, soziale Sicherheit, Gesundheit und Justiz beteiligt sind. Das Komitee wird Richtlinien für diese Gruppe entwickeln und verfolgen.
Zusätzlich wird der Punkt „Arbeiter auf digitalen Plattformen“ in die Formulare des Informationssystems für meldepflichtige Krankheiten (Sinan) aufgenommen, um eine bessere Datenerfassung bei Arbeitsunfällen zu ermöglichen. Diese Maßnahmen erfolgen inmitten von Verhandlungen im Kongress über eine umfassendere Regulierung, die unter anderem eine Mindestvergütung von schätzungsweise 10 R$ pro Dienstleistung zuzüglich Entfernungszuschlägen vorsieht.