Bundestag debattiert über Trisomie-Tests und Abtreibungsfolgen

Der Bundestag berät am Freitag über einen gemeinsamen Antrag von Union, SPD, Grünen und Linken zu nicht-invasiven Pränataltests (NIPT) auf Trisomien. Die Abgeordneten fordern Daten zu Nutzung und ethischen Auswirkungen, da rund die Hälfte der Schwangeren die Tests nutzt. Kritiker warnen vor Übernutzung, während Frauenärzte die Beratung betonen.

Abgeordnete aller großen Fraktionen haben einen seltenen gemeinsamen Antrag eingebracht, der eine genaue Erfassung der Nutzung von NIPT fordert. Diese Bluttests erkennen Trisomie 13, 18 und 21 vor der Geburt und werden seit 2022 bei Risikofaktoren von den Kassen übernommen. Laut Barmer nutzen rund 50 Prozent der Schwangeren den Test, bei Frauen über 40 sogar 75 Prozent. Die Antragsteller sehen darin Fehlanreize und fordern ein Monitoring bis 2027 sowie eine Expertenkommission zur ethischen Prüfung. „Es lässt sich befürchten, dass Schwangeren unabhängig von einer medizinischen Relevanz empfohlen wird, den NIPT vornehmen zu lassen“, heißt es im Antrag. Der Berufsverband der Frauenärzte widerspricht: „Die Entscheidung für oder gegen einen NIPT ist eine selbstbestimmte Entscheidung der Schwangeren nach ergebnisoffener Beratung.“ Wolf-Dietrich Trenner vom Arbeitskreis Down-Syndrom Deutschland unterstützt das Vorhaben: „Das wird noch mal wehtun.“ Schätzungen gehen von 90 Prozent Abtreibungsrate bei positiven Trisomie-21-Ergebnissen aus. Pränatalmediziner Kai-Sven Helig plädiert für Zugang für alle: „Jede Frau hat das Recht, ein behindertes Kind nicht zu wollen.“ Betroffene wie Adrian Hackenthal kritisieren: „Uns Betroffenen wird dadurch gezeigt, dass unser Leben nichts wert ist.“ Alexandra Althaus vom Bundesverband Down-Syndrom warnt, dass weniger Geburten die Teilhabe erschweren. In Deutschland leben schätzungsweise 30.000 bis 50.000 Menschen mit Trisomie 21, es gibt jedoch keine Geburtenstatistiken.

Verwandte Artikel

Minister President Mario Voigt proposes tax relief for families amid Germany's record-low birth rates, press conference scene.
Bild generiert von KI

Voigt regt steuerliche Entlastungen für Familien an

Von KI berichtet Bild generiert von KI

Angesichts historisch niedriger Geburtenzahlen in Deutschland hat Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steuerliche Entlastungen für Familien vorgeschlagen. Er sprach sich in einem Interview mit dem Magazin Stern dafür aus, neue Wege zu gehen. Die Geburtenzahl sank im vergangenen Jahr auf 654.300, den niedrigsten Stand seit 1946.

Marjorie Dannenfelser told attendees at a Susan B. Anthony Pro-Life America gala in Washington, D.C., that the anti-abortion movement must push abortion “on the path to extinction” or risk a future in which it becomes legal in all 50 states.

Von KI berichtet

PhilHealth has expanded its Z Benefits Package to cover at least 10 rare genetic conditions. The benefits include case rates ranging from roughly P99,000 to P739,000. This move supports ongoing efforts to improve care for rare disease patients in the Philippines.

Am Freitag, den 24. April, führte die Polizei eine Razzia in der Clínica Santa María in Villa Ballester durch und entdeckte dabei acht menschliche Föten in Müllsäcken. Der Einsatz war das Ergebnis von Ermittlungen zum mutmaßlichen Verschwinden eines Neugeborenen einer 12-jährigen Schwangeren aus Monte Quemado, Chaco, die im achten Monat war. Die Behörden untersuchen einen möglichen Menschenhandel, an dem eine NGO beteiligt sein soll.

Von KI berichtet

Bootstrap Bio and Manhattan Genomics, biotech firms launched last year to pursue human embryo editing for preventing serious diseases, have closed their doors. The companies cited financial difficulties and internal conflicts as reasons for the shutdowns. The developments highlight challenges in the controversial field of gene-edited babies.

Diese Website verwendet Cookies

Wir verwenden Cookies für Analysen, um unsere Website zu verbessern. Lesen Sie unsere Datenschutzrichtlinie für weitere Informationen.
Ablehnen